Artikel mit dem Tag „Wanderung”
Stockalperweg: Schallberg - Simplonpass - Simplon Dorf
Zitat DRS3 vom Sonntag Morgen: Wer heute nicht Wandern geht ist selber Schuld.
Wie praktisch, dass ich da schon meine sieben Sachen zusammengsucht hatte, um den Herbsttag in vollen Zügen zu geniessen.
Auf die Light-Variante der ersten Etappe des Stockalperweges hatte ich schon länger ein Auge geworfen, nur die für meine Verhältnisse recht vielen Höhenmeter hatten mich bislang etwas abgeschreckt.
Der Anstieg war dann doch nicht so schlimm und statt 5-6 Stunden, wie in der Wegbeschreibung angegeben, habe ich nur 3 Stunden bis zum Pass benötigt. Das deckte sich dann ganz gut mit der Angabe auf dem Schild in Schallberg, die Zeitangaben auf den Wegweisern sind in der Schweiz überhaupt ziemlich brauchbar.
Da ich nicht schon gegen Mittag zurück fahren wollte und das Wetter klasse und meine Kondition noch brauchbar war, habe ich dann einfach noch die zweite vorgeschlagene Tagesetappe angehängt und bin nach Simplon Dorf weitergelaufen. Bis nach Gondo habe ich es dann allerdings nicht mehr geschafft. ;-)
- Wegbeschreibung: wandersite.ch und Simplon-Tourismus
- Karte zur Wanderung: Google-Maps
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Ruinaulta – Die Rheinschlucht in Graubünden
Nach der grossen Bahntour im letzten Winter hatte ich ja schon von der Rheinschlucht bei Chur geschwärmt, am letzten Wochenende haben wir es endlich geschafft, sie in näheren Augenschein zu nehmen.
Die Wanderung begann in Valendas und führte zunächst den Vorderrhein entlang. Auf diesem relativ flachen Teilstück habe ich mich immer mal wieder an meine Tour durch die US-Nationalparks erinnert. Die Amis hätten aus dem imposanten Rheintal sicher einen Nationalpark gemacht, den dann keiner besucht hätte, weil er nicht mit dem Auto zu erreichen wäre.
Hinter Versam wurde der Fluss überquert und es folgte der steile Aufstieg auf den Flimser Bergsturz. Belohnt wurde die Anstrengung mit der fantastischen Aussicht von der Aussichtsplattform bei Conn. Leider war um 16 Uhr im nahe gelegenen Ausflugslokal schon der ganze Kuchenvorrat aufgegessen worden. :-(
Durch einen wirklich malerischen Wald, in dem man auch den ersten Teil des Herrn der Ringe hätte drehen können, ging es abschliessend nach Flims Waldhaus. Auf der Postautofahrt nach Chur wurden wir dann noch fom Ballonfest in Flims überrascht. So viele Heissluftballons auf Hausdachhöhe hatte ich vorher auch noch nicht gesehen.
- Wegbeschreibung: wandersite.ch
- Karte zur Wanderung: Google-Maps
Links zum Artikel "Ruinaulta – Die Rheinschlucht in Graubünden":
Schwarzwasser und Sense entlang
Um nicht aus dem Training zu kommen, stand am Samstag eine Tour auf dem Programm, die ich meiner Begleiterin als „klein und flach” verkauft habe.
Es ging mal wieder nicht in die Berge, sondern in das mit der S-Bahn nur eine halbe Stunde von Bern entfernte Schwarzenburg. Von dort aus wanderten wir teilweise auf dem Jakobsweg und schliesslich den Schwarzwasser- und Sensegraben entlang nach Thörishaus.
Die Schwarzwasser hat sich im Laufe der Zeit tief in die Landschaft eingeschnitten. Ihr oberer Flusslauf ist nur an einigen Stellen zugänglich, während im Bereich der Schwarzwasserbrücke der Wanderweg direkt entlang des Flusses führt. Hier kann man sich dann auch der Nase nach leiten lassen und kommt so problemlos von Grillstelle zu Grillstelle bis zur Bahnstation.
- Wegbeschreibung: tourenguide.ch
- Karte zur Wanderung: Google-Maps
Links zum Artikel "Schwarzwasser und Sense entlang":
Creux du Van (Zweiter Versuch)
Nachdem der letzte Ausflug zum Creux du Van zwar sehr stimmungsvoll aber aussichtstechnisch nicht wirklich überzeugend war, bot sich beim diesjährigen Laborausflug die Möglichkeit einen zweiten Anlauf zu nehmen.
Tatsächlich hatten die Wolken ein Einsehen und verzogen sind während unseres Aufstieges in höhere Atmosphärenschichten. So kann ich nun einige Bilder des grossen Felsenrundes nachliefern.
Links zum Artikel "Creux du Van (Zweiter Versuch)":
Baltschiedertal
Am letzten Wochenende stand eine kleine aber sehr schöne Wanderung im Baltschiedertal auf dem Programm.
Nach der Postautofahrt von Visp nach Eggerberg, Eggen ging es entlang der alten Gorperi-Suone das Tal hinauf. Teils durch Wälder, teils an steilen Abhängen entlang, gelangten wir zur Brücke über den Baltschiederbach, die den Beginn des Abstieges nach Eggerberg markierte.
- Hintergrundbericht: Alte Wasserwege im Wallis
- Wegbeschreibung (PDF): ½-Tagestour
- Karte zur Wanderung: Google-Maps
Links zum Artikel "Baltschiedertal":
Engstligenfälle
Ein kleines Lebenszeichen von den Engstligenfällen, den zweitgrössten Wasserfällen der Schweiz, die ich am letzten Wochenende erwandert habe.
- Informationen: Engstligenalp.ch
- Karte zur Wanderung: Google-Maps
Links zum Artikel "Engstligenfälle":
Trans Swiss Trail: Bern – Laupen
Nachdem nun endgültig der Frühling ausgebrochen zu seien scheint, war es heute höchste Zeit, die Sommerwandersaison zu eröffnen. Für einen sanften Start habe ich mir eine weitgehend flache Strecke ausgesucht, die Etappe des Trans Swiss Trails von Bern ins historisch eng mit Bern verbundene Laupen.
Von meiner Haustür aus ging es zunächst durch den in frischem grün strahlenden Könizbergwald nach Bindehus, weiter nach Mengestorft und von dort aus in den bezaubernden Scherligrabe. Nun ging es immer dem Wasser nach, von Thörishaus bis kurz vor Laupen verlief der stark genutzte Weg entlang des rechten Saaneufers.
Direkt an der Saane habe ich dann auch Mittagsrast gemacht. Es ist übrigens keine gute Idee, sich stark an seinen Rucksack zu lehnen, wenn man darin einen Becher Joghurt transportiert …
Das letzte Stück nach Laupen hat sich etwas gezogen, der Weg entlang der Bahnlinie hat mit dem abwechslungsreichen Stück von Bern nach Thörishaus nicht wirklich mithalten können. Dafür entschädigte dann aber das Städtchen Laupen mit seiner malerischen Altstadt, über der das Schloss thront.
Für die Strecke habe ich 4.5 Stunden reine Wanderzeit gebraucht und dabei leider die Sonne total unterschätzt. An meinem Sonnenbrand kann man erkennen, in welche Himmelsrichtung der Weg geführt hat. ;-)
- Wegbeschreibung: 2 Trans Swiss Trail, Etappe Laupen–Bern
- Karte zur Wanderung: Google-Maps
PS: Weiss zufällig jemand, warum man Rindern so seltsame Nasenringe verpasst?
Links zum Artikel "Trans Swiss Trail: Bern – Laupen":
Kandersteg – Leukerbad: Winterwanderung ins Wallis
Wieder ein Wochenende und wieder ein Winterausflug bei strahlendem Wetter. Allerdings muss man mittlerweile ziemlich hoch hinaus, um noch genug Schnee zu finden; das warme Wetter der letzten Woche hat seine Spuren hinterlassen.
Gestern ging es mit der Bahn nach Kandersteg und von dort mit Bus und Gondelbahn auf 1934 m Höhe nach Sunnbüel, dem Ausgangspunkt des Winterwanderweges zum Gemmipass.
Der sehr gut ausgebaute und stark genutzte Weg führte durch eine tief verschneite Landschaft ins Wallis. Erfreulicherweise lag zwischen den zwei knackigen Anstiegen das Berghotel Schwarenbach, das ein reichhaltiges Essen zu fairen Preisen bot.
Mit einem Rösti gestärkt war die nächste Steigung dann nur noch ein Klacks. *hüstel*
- Wegbeschreibung: Über den Gemmipass
- Karte zur Wanderung: Google-Maps
Links zum Artikel "Kandersteg – Leukerbad: Winterwanderung ins Wallis":
Wochenende
Links zum Artikel "Wochenende":
Ein Wintertraum: Andermatt-Nätschen
Für gestern war fürs Flachland Hochnebel und für die Berge traumhaftes Wetter vorhergesagt. Was macht man bei so einem Wetter bloss als Nicht-Skifahrer?
Meine Kollegin und ich haben uns für eine grosse Sightseeing-Tour quer durch die verschneiten Alpen und einen Grossteil der Schweiz entschieden (Karte).
Die SBB bietet im November massiv verbilligte Tageskarten an, sodass sich eine längere Bahnfahrt anbot, die auch gleich mit einem Highlight (oder eher Highdark) anfing: Der Fahrt mit dem NEAT-Express durch den offiziell noch gar nicht in Betrieb genommenen Lötschberg-Basistunnel. Schon erstaunlich, wie sehr sich durch diesen momentan längsten Alpentunnel die Reisezeit ins Wallis verkürzt. Normalerweise fing in Spiez die Reise erst richtig an, nun ist sie dort schon fast beendet.
Von Brig aus ging es mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn nach Andermatt, wo wir mittags eintrafen und der sportliche Teil des Tages begann: Die Winterwanderung über die gesperrte Strasse nach Nätschen.
Es war herrlich, durch den Schnee zu stapfen, in dem ich bei einem Abstecher von der offiziellen Route auch gleich bis zum Knie eingebrochen bin. Trotzdem haben wir bei stahlblauem Himmel und herrlichem Sonnenschein nicht gefroren, wozu sicher der 400-Höhenmeter-Anstieg beitrug.
Die Weiterfahrt von Nätschen nach Chur bot dann alles, was man sich nur wünschen konnte: Tief verschneite, abgelegene Gebirgstäler am Oberalppass, schneebeladene Wälder bei Sedrun und einen türkisfarbenen, glasklaren Rhein, der sich bei Ilanz durch eine beeindruckende Schlucht schlängelte (1).
Es ist schon unverschämt, wie viele schöne Ecken es in diesem kleinen Land gibt. ;-)
1) Der Abschnitt zwischen Brig und Chur ist übrigens auch Teil der Strecke des bekannten Glacier-Express.
