Artikel mit dem Tag „Video”
Ein besonderes Geburtstagsständchen
PCR, when you need to detect mutations.
PCR, when you need to recombine.
PCR, when you need to find out who the daddy is.
PCR, when you need to solve a crime.
In diesem Jahr feiert die Polymerasekettenreaktion, die eine der absoluten Grundtechniken der modernen Biologie darstellt, ihr fünfundzwanzigjähriges Entwicklungsjubiläum.
Wohl nicht nur deswegen hat die Firma Bio-Rad ein etwas eigenwilliges Geburtstagsständchen veröffentlicht: Scientists for better PCR.
Ich find's witzig, aber ob ich deshalb gleich eine Bio-Rad-PCR-Maschine kaufen würde?
Links zum Artikel "Ein besonderes Geburtstagsständchen":
Bubble Bobble
Ich habe ja schon lange kein YouTube-Video mehr eingebunden, aber der in diesem Video vorgetragenen Blog-Aufforderung kann ich nicht widerstehen:
Sehr schön. :-)
via Lupe
Update: Die Links zum Video wurden aktualisiert, jetzt tut es wieder. Falls es aus irgendeinem Grund nochmal bei YouTube verschwinden sollte, hier die Homepage der Macher: The Richter Scales: Men Who Sing.
Links zum Artikel "Bubble Bobble":
Enteignung mittels DRM?
Kauft man einen Film auf DVD, hat man die Sicherheit, ihn auch in Zukunft beliebig oft anschauen zu können. Die einzige Limitierung besteht in der Haltbarkeit des Mediums, die man theoretisch durch einfaches Umkopieren der digitalen Inhalte umgehen kann (1).
Ganz anders sieht es aus, wenn man Filme nicht physisch auf DVD, sondern virtuell in einem DRM-Container kauft. Hier muss es eine zentrale Clearingstelle geben, die überprüft, ob das Medium auf dem aktuellen Abspielgerät (z.B. dem PC oder Video-iPod) abgespielt werden darf, oder ob es sich um eine unzulässige Kopie handelt. Wenn diese zentrale Clearingstelle ausfällt, kann der Film im besten Fall auf keinem neuen Abspielgerät mehr wiedergegeben werden, da keine neuen Lizenzschlüssel mehr bezogen werden können. Im schlimmsten Fall kann der Film gar nicht mehr abgespielt werden, nämlich dann, wenn das System so realisiert ist, dass bei jedem Abspielvorgang Kontakt mit der Clearingstelle aufgenommen werden muss.
Gründe für ein Ausfallen der Clearingstelle kann es viele geben, der offensichtlichste ist wohl die Insolvenz des Betreibers. Während man als Kunde dieses Risiko durch die Auswahl eines solventen Anbieters in einem gewissen Rahmen beeinflussen kann, gibt es keine Möglichkeit vorherzusehen, ob ein Unternehmen nicht vielleicht ganz bewusst irgendwann seine Zertifizierungsstelle abschaltet.
Diese Erfahrung müssen gerade Kunden des Video-Dienstes von Google (Firmenmotto: Don't Be Evil
) machen. Wenn man dort ein mit DRM versehenes Video gekauft hat, flatterte einem in den letzten Tagen eine E-Mail mit folgenden Kernsätzen ins Haus:
In an effort to improve all Google services, we will no longer offer the ability to buy or rent videos for download from Google Video, ending the DTO/DTR (download-to-own/rent) program.
...
After August 15, 2007, you will no longer be able to view your purchased or rented videos.
Das Unternehmen teilt seinen Kunden also mit, dass das entsprechende Angebot eingestellt wird und bereits gekaufte Filme ab dem 15. August nicht mehr abgespielt werden können. Als Ausgleich
bekommt man einen Gutschein über $2, der innerhalb von 60 Tagen bei einem Google-Partner eingelöst werden kann.
Durch diesen Vorgang wird klar, dass Besitz
(download-to-own
) bei DRM-Produkten nichts mehr mit der althergebrachten Bedeutung dieses Wortes zu tun hat. Bei Google-Video ist das Vorgehen wohl durch die AGB, denen beim Kauf
zugestimmt werden musste, abgedeckt. Somit bleibt nur der Hinweis, die AGB, die man oft leichtfertig abnickt, auch zu lesen und sich ihrer Implikationen bewusst zu werden. Sonst steht man unter Umständen irgendwann einmal ziemlich Film- und Musiklos da.
Dieses Problem trifft natürlich prinzipiell auf alle Medien zu, die mit einem DRM versehen sind. Also auch auch auf Programme wie Adobe Photoshop oder Microsoft Windows, die vor Gebrauch freigeschaltet werden müssen, oder DRM-belastete Musik aus den diversen Download-Quellen. Während sich bei Musik momentan ein leichter Trend zur Abkehr von DRM bemerkbar macht, führt der Weg bei Software und Videos wohl eher in die andere Richtung. Das bei den neuen HD-Videoformaten eingesetzte Rechtemanagement kann prinzipiell selbst Hardware wie Fernseher oder Beamer lahmlegen.
Letztlich liegt die Entscheidung, welche Einschränkungen man hinnehmen möchte, beim Verbraucher. In der schönen neuen Medienwelt besteht jedenfalls ein massives Risiko, dass er unbewusst einige Kröten schlucken wird.
Quellen und weitere Informationen:
- Boing Boing: Google Video robs customers of the videos they "own"
- The Register: Google's permanent video sales less-than-permanent
- Wikipedia: Digitale Rechteverwaltung
- 1) Das Kopieren von CSS-geschützten DVDs ist allerdings nach aktueller Rechtslage in Deutschland illegal.