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Artikel mit dem Tag „USA”

Montana an Washington: Geht zur Hölle!

Dank eines überaus empfehlenswerten Artikels bei USA Erklärt weiss ich ja schon länger, dass die US-Bundesregierung den einzelnen Bundesstaaten nicht besonders viel in ihre inneren Angelegenheiten hineinregieren kann.

Aber dass der Gouverneur von Montana meint, es wäre ganz normal, Forderungen aus Washington zu ignorieren und der Bundesregierung ein „Geht zur Hölle!” entgegenzuwerfen, wenn sie zu lästig wird, hat mich nun doch überrascht:

"We're putting up with the federal government on so many fronts, and nearly every month they come out with another hare-brained scheme ... to tell us that our life is going to be better if we just buckle under on some other kind of rule or regulation. And we usually just play along for a while.

We ignore 'em for as long as we can. We try not to bring it to a head but if it comes to a head we found that it's best to tell 'em to go to Hell and run the state you wanna run your state."

Das entsprechende Radiointerview mit Monatanas Gouverneur Brian Schweitzer enthält noch weitere klare Ansagen zum Konflikt zwischen einzelnen Bundesstaaten und Bundesregierung um die Einführung einer einheitlichen Identitätskarte.

via boingboing

Wie bitte?

Manchmal komme ich mir schon etwas vor wie im falschen Film.
Zum Beispiel bei der Lektüre dieses Golem-Artikels:

USA: Neue Vorschriften erschweren Handel mit gebrauchten CDs
… Besonders hart getroffen von den neuen Vorschriften werden Betreiber von Second-Hand-Shops in Florida, die mit gebrauchten Musik-CDs handeln. Sie müssen eine Erlaubnis beantragen, 10.000 US-Dollar Kaution hinterlegen, beim Ankauf von gebrauchten Musik-CDs den Daumenabdruck des Verkäufers abnehmen und die Kopie eines amtlichen Ausweises (beispielsweise Führerschein) anfertigen. Die eingekaufte Ware dürfen sie nicht mehr bar bezahlen; stattdessen dürfen sie nur noch einen Gutschein zum Tausch gegen Waren aus ihrem Laden ausgeben. Eingekaufte Waren müssen sie darüber hinaus 90 Tage lang aufbewahren, bevor sie sie wieder verkaufen dürfen. …

Biometrische Erfassung beim CD-Verkauf? Mit der Freiheit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geht es offensichtlich auch abseits jeder Terror-Diskussion bergab.

Halbwegs zum Thema "interessante Rechtsauslegung" passt auch die Geschichte von der Auslieferung eines Australiers an die USA wegen Copyright-Verstössen (in Deutschland steht dem immerhin Artikel 16 Abs. 2 GG entgegen) sowie die Ansicht des Berliner Oberstaatsanwalts, dass er sich seine eigenen Gesetze backen kann.

Spaghettimonster for President

Auf die Frage, wer nicht an die Evolution glauben würde, haben gestern drei der zehn republikanischen Präsidentschaftskandidaten die Hand gehoben.

Die Republikaner scheinen also trotz G.W. Bush immer noch keine strengeren Massstäbe bei der Auswahl ihrer Kandidaten anzulegen.
Schade eigentlich.

Mehr dazu beim BA.

Cold war reloaded?

Wie schnell Politiker doch in die Terminologie des kalten Krieges zurückfallen können:

The idea that somehow 10 interceptors and a few radars in eastern Europe are going to threaten the Soviet strategic deterrent is purely ludicrous and everybody knows it.

Condoleezza Rice, 26.04.2007

Na, aufgefallen?

Interessant ist auch, dass der Versprecher in den meissten deutschen Nachrichtensendungen bei der Übersetzung kommentarlos korrigiert wurde. Das grenzt für mich schon an Falschinformation.

Kriegszar gesucht

Das Stichwort Realsatire hatte ich ja eigentlich gerade erst, aber diese Geschichte ist einfach zu gut:

The Daily Show

Die erste Hälfte des Videos kann getrost übersprungen werden, aber ab der "War Czar"-Geschichte (und die ist wirklich kein Witz) wird es einfach nur noch absurd.

Auch wenn die Daily Show mit Recht von sich behauptet, keine echte Nachrichtensendung zu sein, wären die „richtigen” Nachrichten wahrscheinlich mittlerweile auch besser bei einem Comedy-Spartensender aufgehoben. Anders kann man das ja gar nicht mehr aushalten.

Die USA werden geliebt – In Nigeria

Die BBC hat eine Umfrage durchführen lassen, in der nach dem positiven bzw. negativen Einfluss verschiedener Staaten auf die Welt gefragt wurde. Nicht überraschend, denken nur 16% der befragten Deutschen und 24% der Franzosen, dass die USA einen überwiegend positiven Einfluss ausüben.

In Nigeria wird das jedoch ganz anders gesehen: 72% der Nigerianer schätzen den positiven Einfluss der Vereinigten Staaten auf das Weltgeschehen.

Ob das wohl daran liegt, dass Amerikaner eventuell besonders dankbare Opfer der Nigeria-Connection sind?

Das sehr interessante detaillierte Ergebnis der Umfrage kann man als 3 MB grosses PDF bei der BBC herunterladen. Gefunden habe ich sie via Swampland, wo in den Kommentaren auch etwas seriösere Erklärungsmöglichkeiten diskutiert werden.