Artikel mit dem Tag „Science-Fiction”
CHF 115.50
Heute war es mal wieder so weit: Die unvermeidliche Billag-Rechnung über die Fernsehgebühren des nächsten Quartals lag im Briefkasten. Und wie immer kommt mir der gleiche Gedanke: Ganz schön teuer, vielleicht hätte ich mich damals nach dem freundlichen Hinweis des Billag-Mitarbeiters doch nicht anmelden, sondern den Fernseher abschaffen sollen.
Aber ein Blick ins heutige Programm von 3sat hat mich wieder mit meinen öffentlich-rechtlichen Sendern versöhnt: Den ganzen Tag lang interessante Reportagen und heute Abend finden sich dann auch noch mit Barbarella und Dark Star zwei absolute Kultfilme auf dem Sendeplan. Dafür zahle zahle ich (diesmal) gerne meine Gebühren.
Schade nur, dass hier heute kein Feiertag ist und ich das tolle Programm erst so spät bemerkt habe.
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Babylon 5 – Vergessene Legenden
And Stephen?
Oh, I thought you heard.
Dr. Franklin went with G’Kar, exploring beyond the Rim.
Heute lag sie endlich im Briefkasten, die lange erwartete DVD mit den neuen Geschichten aus dem Babylon-5-Universum.
Neun Jahre nach der letzten Episode der Originalserie und nach zwei gescheiterten Anläufen, Nachfolgeserien zu etablieren, trägt das Direct-to-DVD-Projekt Babylon 5 - Vergessene Legenden (The Lost Tales) mit der DVD Stimmen aus dem Dunkel (Voices in the Dark) erste Früchte. Und der Brückenschlag zur alten Serie gelingt tatsächlich bereits im Vorspann, der optisch und akkustisch deutlich Anleihen bei der letzen Staffel nimmt. Besonders gelungen ist der von G’Kar – bzw. dem 2006 verstorbenen Andreas Katsulas – gesprochene Einleitungstext, der beim Babylon-5-Kenner fast Wehmut aufkommen lässt.
Die beiden Episoden sind ausgesprochen dialoglastig, der Spannungsfaktor ist eher gering. Mich erstaunt immer wieder die Vorliebe des bekennenden Atheisten J. Michael Straczynski für religöse Themen, die er in der ersten Episode vielleicht etwas zu sehr ausgelebt hat. Der zweite Teil ist Babylon-5-typischer und mit dem Centaurischen Prinzen Dius Vintari wird eine neue Figur eingeführt, von der man vielleicht in Zukunft noch hören wird. Überhaupt bleiben bei beiden Geschichten wie gewohnt jede Menge Fragen unbeantwortet (Was hat es wohl mit der Kette, die Sheridan von Galen bekommen hat, auf sich?), und es gibt reichlich Anknüpfungspunkte für zukünftige Episoden. Das Set-Design ist relativ sparsam (immerhin waren die Dreharbeiten günstiger als geplant), die Station wirkt dadurch gelegentlich etwas leer. Die Spezialeffekte sind aber auf der Höhe der Zeit und von aussen ist die Station deutlich detailreicher ausmodelliert als in der Originalserie.
Neue Fans wird B5 durch diese DVD sicher nicht gewinnen können, dazu sind die Geschichten zu ruhig und benötigen zu viel Vorwissen, um wirklich genossen zu werden. Für B5-Kenner ist Voices in the Dark aber ein gelungener Anlass, etwas in Erinnerungen zu schwelgen und die alten Staffeln wieder hervorzukramen.
Überhaupt ist meiner Meinung nach Babylon 5 in Deutschland im Vergleich zu den anderen grossen S.F.-Serien zu unbekannt, neben Star Trek braucht sich diese Serie sicher nicht zu verstecken und ein ähnlich staffelübergreifender Handlungsstrang wie bei B5 ist mir erst bei Battlestar Galactica wieder begegnet. Ich selbst bin auch erst seit dem Kauf des damals äusserst günstigen Komplett-Sets ein Fan des Babylon-5-Universums mit seiner komplexen Handlung und den vielschichtigen Charakteren geworden, kann aber jedem S.F.-Freund nur empfehlen, mal einen Blick darauf zu werfen.
- Youtube: Trailer
- Offizielle Seite von Warner
Links zum Artikel "Babylon 5 – Vergessene Legenden":
Jungfrau im All
So hat man sich 1902 im allerersten Science-Fiction-Film die Reise zum Mond vorgestellt:
Man erkennt deutlich erste Vorstudien zu Captain Kirk: Was man nicht kennt, wird erst mal niedergeschlagen. Auch die Kostümierung des weiblichen Personals weist bezüglich der Rock- bzw. Hosenlänge gewisse Ähnlichkeiten auf.
Und so soll ab 2009 jeder, der 200.000 Dollar Reisespesen aufbringen kann, mit Virgin Galactic ins All kommen können:
Das sieht mal erstaunlich gut aus (inklusive lautlosem Weltall), obwohl mich die Helme der Astronauten etwas an die Zombies aus Das Schwarze Loch mit Maximilian Schell erinnern.
Die Entwicklung ist beeindruckend.
Hätte mal jemand ein kleines Vermögen für mich?
Links zum Artikel "Jungfrau im All":
A propos Astronomie
Wo wir gerade beim Thema Astronomie sind: Warum haben eigentlich die SF-Filme mit den realistischsten und schönsten Bildern die langweiligste Handlung?
Mission to Mars (gerade auf Kabel Eins) ist ein schönes Beispiel dafür. Super Bilder, aber lahme Handlung. Beruhigend, dass sich der BA auch dabei gelangweilt hat.