Artikel mit dem Tag „Oscar”
Die europäischen Oscars
Wenn man einen Blick auf die diesjährigen Oscar-Gewinner wirft, kann man als Europäer eigentlich ziemlich zufrieden sein:
| Beste Schauspielerin: | Marion Cotillard | Französin | La Vie en Rose |
| Weibliche Nebenrolle: | Tilda Swinton | Schottin | Michael Clayton |
| Bester Schauspieler: | Daniel Day-Lewis | Brite/Ire | There will be Blood |
| Männliche Nebenrolle: | Javier Bardem | Spanier | No Country for Old Men |
| Art Direction: | Dante Ferretti Francesca Lo Schiavo | Italiener | Sweeney Todd |
| Ausländischer Film: | Die Fälscher | Österreich | |
| Makeup: | Didier Lavergne Jan Archibald | Franzose ? | La Vie en Rose |
| Musik: | Dario Marianelli | Italiener | Atonement |
| Song: | Glen Hansard Marketa Irglova | Ire Tschechin | Once |
| Animierter Kurzfilm: | Suzie Templeton Hugh Welchman | Briten | Peter und der Wolf |
| Kurzfilm: | Philippe Pollet-Villard | Franzose | Le Mozart des Pickpockets |
(Für Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernehme ich keine Gewähr. Die Oscar-Macher hätten ja ruhig mal die Biographien der Gewinner online stellen können.)
Hollywood scheint ein Herz fürs alte Europa zu haben. ;-)
-
Interessant, dass der Sweeny-Todd-Zusammenschnitt, den Pro7 in den Werbepausen präsentierte, keine einzige Gesangseinlage bot. Um die gesanglosen Stellen im Film zu finden, müssen sie sich die Pro7-Cutter ziemlich angestrengt haben, daher grenzt dieser Trailerzusammenschnitt schon an eine bewusste Irreführung der potentiellen Kinogänger.
Der No Country for Old Men-Trailer lief übrigens gefühlte 150 mal und auch an Daniel Day-Lewis konnte man sich in den Werbepausen mehr als satt sehen. Das war aber immer noch besser, als im ORF zwei einschläfernden Österreichern zuzuhören, die es nie schafften, pünktlich zur Fortsetzung der Show wieder nach Hollywood zu schalten.
-
Insgesamt fand ich die Show so lala. Obwohl die Einführung von Jon Stewart recht gelungen war, wirkte das ganze Programm etwas heruntergespult und ich hatte stellenweise den Eindruck, in Stewarts Daily Show gelandet zu sein. Wahrscheinlich haben nach dem Autoren-Streik kurzfristig seine Stamm-Schreiber die Oscar-Gags zu Papier bringen müssen.
Ich werde mich auch nie daran gewöhnen können, dass die Oscar-Verleihung nach der letzten Trophäen-Übergabe so schlagartig endet. Immerhin hat Stewart noch einen guten Heimweg gewünscht, den habe ich zum Lichtschalter dann auch gehabt.
Links zum Artikel "Die europäischen Oscars":
Nostalgischer Oscar
In diesem Jahr ist ja der Einstieg in die Oscar-Show nicht ganz so spannend gewesen, das war vor drei Jahren mit Billy Crystal als Gastgeber noch deutlich spektakulärer:
2004 war übrigens das Jahr, in dem Der Herr der Ringe ganz gross absahnte. Lord of the Rings: The Return of the King gewann in allen Kategorien, für die der Film nominiert war, und kam so auf insgesamt 11 Oscars. Überhaupt war es ein ziemlich starkes Kinojahr. Wer alle im Trailer parodierten Filme erkennt, bekommt von mir einen Gummipunkt. ;-)
Links zum Artikel "Nostalgischer Oscar":
Nochmal Oscar
Eigentlich wollte ich heute ja noch was über die Oscar-Verleihung bloggen, aber freundlicherweise hat mir Batzman von den Fünf Filmfreunden das mit seiner zusammenfassenden Kritik schon abgenommen. Besser hätte ich es auch nicht schreiben können.
Mein persönlicher Höhepunkt war die Dankesrede von Helen Mirren (Beste Hauptdarstellerin in The Queen), die sich bei Elizabeth Windsor (sic!) bedankte:
„Now you know for 50 years and more, Elizabeth Windsor has maintained her dignity, her sense of duty, and her hairstyle. She's had her feet planted firmly on the ground, her hat on her head, her handbag on her arm and she's weathered many, many storms, and I salute her courage and her consistency. And I thank her because if it wasn't for her, I most, most certainly would not be here.“
Die Dankesreden kann man übrigens auf der Seite zum Spektakel nachlesen.
Links zum Artikel "Nochmal Oscar":
Schlechte Bilanz
Von den 17 Filmen, die in der vergangenen Nacht mit Oscars ausgezeichnet wurden, habe ich ganze zwei gesehen. Aber immerhin neben dem auch schon im Kino eher enttäuschenden Pirates Of The Caribbean: Dead Man's Chest (Beste Spezial-Effekte, was anderes hat der auch nicht verdient) auch den grossen Abräumer des Abends, The Departed (Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt, Bestes adaptiertes Drehbuch).
Dabei war ich extra vor zwei Wochen in Blood Diamond, um einen Oscargewinner mehr auf der Liste zu haben. Schade eigentlich, dass dieser Film leer ausgegangen ist, Djimon Hounsou hätte ich wegen seines intensiven Spielens den Oscar als bester Nebendarsteller gegönnt.
Schön natürlich, dass der Auslandsoscar nach Deutschland gegangen ist. Falls Das Leben der Anderen in der Schweiz schon lief, ist es völlig an mir vorübergegangen.