mieses Webdesign - Zapps Blog

Direkt zum Inhalt




Artikel mit dem Tag „mieses Webdesign”

Sehr gute Website

Normalerweise produzieren mies erstellte Webseiten lediglich frustrierte Ex-Besucher, die Website der SEB-Bank stellte hingegen für die Kunden dieser Bank ein handfestes finanzielles Risiko dar: Online Banking fatal (heise security).

Dass die Bank auch noch mit einem Siegel „Sehr gute Website” wirbt, setzt dem Ganzen dann die schwedische Krone auf (1). Erinnert mich irgendwie an eine katastrophale Kommunen-Website, die mit ihrer Barrierefreiheit warb.

Es sind also leider nicht nur deutsche Kommunen, sondern auch Privatunternehmen mit extrem hohen Sicherheitsbedürfnissen absolut ahnungslos, was Internettechniken angeht. Und zwar so ahnungslos, dass sie nicht mal auf die Idee kommen, externen und unabhängigen Sachverstand zur Überprüfung ihrer Seiten einzukaufen.

1) Wobei anzumerken wäre dass dieses „Qualitätssiegel” von einem Markforschungsinstitut aufgrund einer Befragung der Besucher der Site vergeben wurde. Von einer so fachkundigen und repräsentativen Jury (Sehbehinderte werden wohl kaum darunter gewesen sein, mein Alt-Text-Favorit ist „teaser_bjoern_3”) kann man natürlich keine ernsthafte Bewertung erwarten.

Smørrebrød?

Undersökningen kan också avliva en del myter om den svenska bloggvärlden.

Syftet är att sprida kunskap och nyfikenhet om bloggvärlden till folk som vanligtvis inte läser bloggar.

Das bekomme ich momentan zu lesen, wenn ein Server seine Besucher anhand der IP-Adresse erkennt und automatisch auf eine Seite in der vermeintlich passenden Sprache umleitet. Nur scheint es für ihn nicht so einfach zu sein, zwischen Schweden und Schweiz zu unterscheiden.

Dieses Phänomen kann ich leider immer wieder mal beobachten, mein DSL-Provider scheint eine Vorliebe für „schwedische” IP-Adressen zu haben. Wenn die serverseitige Weiterleitung – wie in diesem Fall – auch noch auf eine Seite führt, die keine Auswahl der Sprache zulässt, steht man ganz schon im Regen.

Sowas könnte ich echt hassen â€¦

Smørrebrød ist übrigens Dänisch und nicht Schwedisch, aber es passte so schön und auf eine falsche Sprache mehr oder weniger kommt es bei dem Thema auch nicht mehr an. Römpömpömpöm.

Dezenter Hinweis aus der Industrie

Als grossgewachsener Mensch gewöhnt man sich ja irgendwann an die Probleme beim Klamottenkauf: Ärmel und Hosenbeine sind grundsätzlich zu kurz und bei der Bauchumhüllung gibt es regelmässig nur die Wahl zwischen Sack und Presswurstpelle.

Dass nun aber auch noch die Produktion meiner Lieblingsjeans in der von mir benötigten Weiten/Längen-Kombination eingestellt wurde, kann ich nur als dezenten Hinweis auf die Notwendigkeit einer Diät verstehen. Oder ist es vielleicht doch ein Aufruf zur Selbstverstümmelung? Bei kürzeren Beinlängen gehen die Bundweiten schliesslich wieder bis zum Fassformat.

Liebe Planer von Levi's: Sagt mir doch bitte das nächste Mal vorher Bescheid, dann kaufe ich euch eine Monatsproduktion ab und mache damit über die folgenden Jahre ein Vermögen bei Ebay.

PS: Über die Firmenhomepage von Levi's, von der ich mir irrigerweise sachdienliche Informationen erhofft hatte, könnte man sich auch hervorragend aufregen. Kein Wunder, dass sie bei einer Google-Suche nach "Levis Deutschland" gar nicht auf der ersten Ergebnisseite auftaucht und selbst bei der Suche allein nach dem Markennamen noch locker von einem polnischen Geschäftsmann geschlagen wird.

taz-Printausgabe wieder online

Durch einen Zufall habe ich heute entdeckt, dass die von mir vermisste virtuelle Printausgabe der taz wieder online verfügbar ist.

Allerdings scheinen die taz-Macher sie vor ihren Besuchern verstecken zu wollen, man gelangt nur über recht unauffällig platzierte Links zu ihr:

  • Auf der taz-Startseite heisst der gesuchte Link 'Mehr taz!' und ist ohne scrollen nicht zu erreichen.
  • Auf der folgenden Abo-Seite lautet der Linktext schlicht 'hier'.
  • Über ihn kommt man schliesslich zur virtuellen Printausgabe.

(Man kommt alternativ auch über das Archiv, dass sich offensichtlich auf die Printausgabe der taz und nicht auf die Internetseite bezieht, zum Ziel.)

Der virtuellen Printausgabe fehlen bei Artikeln, die nicht auch separat online gestellt wurden, wie gewohnt alle Bilder und jedes weitergehende Layout. Leider kann man sich die aktuelle Titelseite der taz nicht mehr in Originalgrösse anschauen, auf der Abo-Seite wird lediglich ein stark verkleinertes Bild präsentiert.

Insgesamt ist es sicher positiv, dass auf die Kritik der Leser eingegangen wurde und die Printausgabe wieder in alter Form verfügbar gemacht wurde, allerdings ist es für mich unverständlich, warum sie so versteckt wird.

Habe ich eigentlich schon mal angemerkt, dass taz.de mittlerweile aussieht, wie jede beliebige andere Nachrichtenseite auch?
Grossflächige Werbung, irrelevante Leserumfragen, Leserforen (momentan drei(!) Themen) und die unvermeidlichen Bildergalerien haben hier nun auch Einzug gehalten. Ihr Profil wird die taz-Genossenschaft so wohl kaum schärfen.

Passendes aus dem Archiv:

taz nicht mehr rot

Und noch ein neues Layout im Pressedschungel: Die taz hat ihren Internetauftritt renoviert und dabei auch gleich die alte Leitfarbe deutlich zurückgefahren.

Nun sieht es dort auch so aus, wie auf anderen Newsseiten und die Printausgabe ist hinter der Seite kaum mehr zu erkennen. Gerade das hat für mich den Charme des alten Layouts ausgemacht, man hatte im taz-losen Ausland fast das Gefühl, die Druckausgabe durchblättern zu können. Ausserdem fand ich es extrem praktisch, über eine kleine Datumsmanipulation in der URL gezielt auf ältere Ausgaben zugreifen zu können.

PS: Vielleicht dient das neue Layout ja auch der Förderung des digitalen Abos?

Nachtrag: Puh, was eine Friemelei, ein Benutzerstylesheet hinzubekommen, dass eine vernünftige Textbreite bei einer grösseren Schrift ermöglicht. Der Code ist, sagen wir mal, interessant. Falls jemanden meine momentane Lösung interessiert:

Zusätzlicher Code in der userContent.css:

/*TAZ*/ @-moz-document domain(taz.de){ div#werbung_rechts, div#werbung_oben, .anzeige, #anzeige, .werbeblock_inline, .schwarzer_rahmen_links {display:none;} #hauptbereich, #content_gesamt, #main_navi_div, #main_navi_sub_div, .schwarzer_rahmen_oben {width:100% !important;} #linke_spalte, #linke_spalte > div {width:700px !important;} #artikel * {font-size: 20px !important; line-height:1.3em !important;} #artikel h1 {font-size:30px !important;} .artikelheader {border:0 !important;} #hauptbereich {background:white !important;} .schwarzer_rahmen_oben, #hauptbereich {position:static !important; top:0;} #linke_spalte {margin-left:120px; margin-right:30px;} }

Das Benutzerstylesheet ist natürlich stark auf meine persönlichen Bedürfnisse und Lesegewohnheiten zugeschnitten und für eine Bearbeitung der Übersichtsseiten hat meine Motivation noch nicht gereicht. Die px-Angaben dürfen angepasst werden. ;-)

Alles neu macht der Mai

Der Frühjahrsputz bei den grossen Newsseiten scheint immer noch nicht abgeschlossen zu sein, jetzt hat es die Zeit erwischt. Das Design Tagebuch hat sich schon den gestalterischen Aspekten gewidmet, mal schauen, ob der immer noch ziemlich seltsame Quelltext demnächst im Trash Log erwähnt wird. (Nachtrag: Im Trash Log gibt es mittlerweile einen entsprechenden Artikel.)

Für mich als Nutzer bedeutet so eine gravierende Umstellung einer meiner Stammseiten zunächst einmal, dass die userContent.css angepasst werden muss, damit die Artikel wieder besser lesbar werden.

Grundsätzlich sind mir die Schriftgrösse und die Spaltenbreite auf den meissten Newsseiten zu klein, weshalb beide angepasst werden. Auf Teile der Navigation kann ich dabei gerne verzichten, da ich die Seite fast ausschliesslich über den Feedreader betrete. Um die Werbung kümmert sich Adblock, der störende graue Hintergrund wird ebenfalls über die userContent.css entfernt. Das Ergebnis entspricht dann schon eher dem, was ich persönlich unter einer gut lesbaren Internetseite verstehe.

  • Werbung, schmale Spalten, kleine Schrift
  • keine Werbung, eine einzige breite Spalte mit dem Artikeltext, grosse Schrift

Ich bin immer wieder begeistert davon, wie einfach es mit dem Firefox und ein paar Grundkenntnissen in HTML und CSS ist, "das Internet" seinen eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Zusätzlicher Code in der userContent.css:

@-moz-document domain(www.zeit.de) { body { background:white !important; } #content .inner { background-color:white; background-image:none; position:absolute; left:0; width:50em !important; z-index:100; font-size:18px; margin:0 !important; padding-left:3em !important; } }

Update (08.03.2008):

Das an das aktuelle Layout der Zeit angepasste Benutzerstylesheet findet sich in den Kommentaren.

Webdesign zum Abgewöhnen

Es gibt Dinge, bei denen ich mir als potentieller Kunde ziemlich verarscht (sorry für die deutlichen Worte) vorkomme. Zu diesen Dingen gehört sicherlich, wenn eine Webseite zunächst komplett lädt, ich während der relativ langen Ladezeit schon zu lesen anfange, und mich die Seite gerade nachdem ich das erste interessante Produkt gefunden habe, damit überrascht, neu zu laden und nur noch diese Meldung zu zeigen:

This site requires Javasript to be enabled. Enable Javasript from your browser. Then go to the front page of the site.

Sowas löst bei mir automatisch den Tab-Schliessen-Reflex aus und ist meiner Meinung nach noch mal eine Kategorie schlimmer als eine "Meine Seite ist so schlecht, dass sie ohne JS gar nicht funktioniert"-Meldung gleich zu Beginn.

Quelltext für Fortgeschrittene

Wie formatiert man ein Leerzeichen? Der Macher von bahndeutsch.de hat sich für folgende Lösung entschieden:

<b> <font face="Arial, Helvetica, sans-serif" size="4"> <font size="5"> <font size="6"> <font size="4"> <font size="5"> <font size="4" face="Courier New, Courier, mono"> <font face="Arial, Helvetica, sans-serif" size="5"> <i> <font color="#99CCFF"> &nbsp; </font> </i> </font> </font> </font> </font> </font> </font> </font> </b>

Falls das kein besonders ausgetüftelter Werbetrick ist, zolle ich dem kreativen Einsatz eines veralteten HTML-Elements mit einer leichten Verbeugung in Richtung Frontpage, Word und Co. meine Hochachtung.

Wenn man vom interessanten Quelltext mal absieht (das Leerzeichen findet sich übrigens in Zeile 35), ist die Bahndeutsch-Seite aber gar nicht mal so übel.

Gefunden im Trash Log.

Nachtrag: Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit: Das Leerzeichen ist mittlerweile mitsamt Formatierung ersatzlos gestrichen worden.

Im Focus

Eine beachtliche Zahl von Bloggern hat sich an diesem Wochenende mit dem neuen Internetauftritt des Magazins Focus auseinandergesetzt. Das fängt mit der Betrachtung journalistischer Aspekte bei Stefan Niggemeier an, geht mit der Begutachtung des neuen Designs (Design Tagebuch, Wortfeld) und eher allgemeinen Anmerkungen (turi2, Medienrauschen) weiter, und endet schliesslich bei den Webkrauts mit einem Blick in den Quelltext der in den letzten Wochen neu aufgelegten Newsseiten:

Viel Geld und viel Zeit wurde verbraucht, doch letztlich haben drei von vier Zeitungen versagt.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

DesignKlicks – Preiswürdig?

Nach Angaben von Indiskretion Ehrensache hat heute DesignKlicks den Lead Award für "WebDesign des Jahres" gewonnen. Auf den Seiten der Lead Academy, die den "Oskar der Medienbranche" vergibt, findet sich diese Information momentan noch nicht, sondern nur der Satz "Die Preisträger werden am 1. März 2007 bekanntgegeben". Dann müssen sie sich aber mal langsam beeilen ...

O.K., gespannt klicke ich auf den Link zum Preisträger und werde freundlich begrüsst:

// Provide alternate content for browsers that do not support scripting // or for those that have scripting disabled. Alternate HTML content should be placed here. This content requires the Macromedia Flash Player. Get Flash

Da hat wohl jemand seine eigene Fehlermeldung nicht gelesen. Die erste Kontaktaufnahme scheitert also wegen des mit NoScript abgeschalteten JavaScripts an der Flash-Erkennung.

Für eine Gewinnerseite schalte ich JavaScript aber gerne mal ein, und gelange mit erkanntem Flash-Player schliesslich auf die Seite. Und man muss wirklich sagen, innovativ ist sie. Beim Versuch, die Navigation zu meistern (hinter der seltsamen Wolke oben rechts verbirgt sich übrigens auch ein Steuerelement), erlebt man einige positive Überraschungen.

Flüge durch Bilderwelten, sehr schöne Aufnahmen, interessante Objekte: Der Inhalt ist eindeutig erstklassig. Nur leider hakt es manchmal an der Technik. Mir persönlich sind die Bildunterschriften viel zu klein, und dank Flash lassen sie sich natürlich auch nicht vergrössern. Für den Genuss der Seite ist ein sehr grosser Bildschirm empfehlenswert, selbst auf meinem 1280er Monitor erscheinen Scrollbalken, die aufgrund der besonderen Navigationseigenschaften einiger Unterseiten ziemlich sinnlos sind.

Die Einblendung des Impressums dürfte nicht nur beim Firefox am Popup-Blocker scheitern. Rechtlich ist es eine interessante Frage, ob ein aus einem Flash-Element hinter den Links "Sign In" und "Impressum" aufgerufenes (bzw. geblocktes) Impressum dem Kriterium der unmittelbaren Erreichbarkeit nach §5 TMG entspricht.

Mein Fazit: Eine sehr hübsche Seite für junge Designer mit guten Augen, die experimentierfreudig und an ein buntes Durcheinander von Deutsch und Englisch gewöhnt sind. Dem wirklich tollen Inhalt wird die handwerkliche Umsetzung leider nicht gerecht. Dass man für so ein Projekt den Flash-Player voraussetzt ist verständlich, an einer Erkennung per JavaScript muss man aber eigentlich nicht scheitern.

Wer sich fragt, warum man trotz solcher Schlampigkeiten einen der höchsten Preise für Webdesign in Deutschland bekommen kann, sollte vielleicht mal einen Blick auf die Liste der Juroren und ihrer Brötchengeber werfen.


Nachtrag:
Wie ich gerade bei wirres gelesen habe, versteigern die Leute von Titanic ihren Preis. Die nehmen ihn wohl auch nicht so ganz ernst ;-)