Kino - Zapps Blog

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Artikel mit dem Tag „Kino”

Trailer bis zum Abwinken

Bei moviepilot.de gibt es neu ein ziemlich umfangreiches Trailerquiz, bei dem man mit seinen Filmkenntnissen glänzen kann.

Auch wenn einige Trailerausschnitte extrem unfair gewählt sind, ist das Ganze sehr unterhaltsam. Mir ist dabei aufgefallen, wie viele deutsche Filme ich in den letzten Jahren nicht gesehen habe.

Ach ja, momentan sind 1443 Punkte zu schlagen. ;-)

Filmisch auf den Punkt gebracht

Wenn man eine gute Filmparodie sehen möchte, empfiehlt es sich heute scheinbar nicht, Pro7 zu schauen.

Erfreulicherweise bietet aber YouTube ein geeignetes Kontrastprogramm zur deutschen Fernsehkatastrophe:


All 5 seconds movies in 5 Min

Weitere Filme nach dem Motto kurz und knackig gibt’s im 5-Second-Movies-Channel.

Die europäischen Oscars

Wenn man einen Blick auf die diesjährigen Oscar-Gewinner wirft, kann man als Europäer eigentlich ziemlich zufrieden sein:

Beste Schauspielerin:Marion CotillardFranzösinLa Vie en Rose
Weibliche Nebenrolle:Tilda SwintonSchottinMichael Clayton
Bester Schauspieler:Daniel Day-LewisBrite/IreThere will be Blood
Männliche Nebenrolle:Javier BardemSpanierNo Country for Old Men
Art Direction:Dante Ferretti
Francesca Lo Schiavo
ItalienerSweeney Todd
Ausländischer Film:Die FälscherÖsterreich
Makeup:Didier Lavergne
Jan Archibald
Franzose
?
La Vie en Rose
Musik:Dario MarianelliItalienerAtonement
Song:Glen Hansard
Marketa Irglova
Ire
Tschechin
Once
Animierter Kurzfilm:Suzie Templeton
Hugh Welchman
BritenPeter und der Wolf
Kurzfilm:Philippe Pollet-VillardFranzoseLe Mozart des Pickpockets

(Für Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernehme ich keine Gewähr. Die Oscar-Macher hätten ja ruhig mal die Biographien der Gewinner online stellen können.)

Hollywood scheint ein Herz fürs alte Europa zu haben. ;-)

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Interessant, dass der Sweeny-Todd-Zusammenschnitt, den Pro7 in den Werbepausen präsentierte, keine einzige Gesangseinlage bot. Um die gesanglosen Stellen im Film zu finden, müssen sie sich die Pro7-Cutter ziemlich angestrengt haben, daher grenzt dieser Trailerzusammenschnitt schon an eine bewusste Irreführung der potentiellen Kinogänger.

Der No Country for Old Men-Trailer lief übrigens gefühlte 150 mal und auch an Daniel Day-Lewis konnte man sich in den Werbepausen mehr als satt sehen. Das war aber immer noch besser, als im ORF zwei einschläfernden Österreichern zuzuhören, die es nie schafften, pünktlich zur Fortsetzung der Show wieder nach Hollywood zu schalten.

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Insgesamt fand ich die Show so lala. Obwohl die Einführung von Jon Stewart recht gelungen war, wirkte das ganze Programm etwas heruntergespult und ich hatte stellenweise den Eindruck, in Stewarts Daily Show gelandet zu sein. Wahrscheinlich haben nach dem Autoren-Streik kurzfristig seine Stamm-Schreiber die Oscar-Gags zu Papier bringen müssen.

Ich werde mich auch nie daran gewöhnen können, dass die Oscar-Verleihung nach der letzten Trophäen-Übergabe so schlagartig endet. Immerhin hat Stewart noch einen guten Heimweg gewünscht, den habe ich zum Lichtschalter dann auch gehabt.

Best of shnit

Ich habe ja nun die letzten Abende im Kino verbracht, wo ich das shnit-Kurzfilmfestival genossen habe. Vor der heutigen Preisverleihung wollte ich hier mal meine Favoriten verlinken, aber erstaunlicherweise finden sich kaum vollständige Kurzfilme im Web.

Wenn man Glück hat, gibt es wenigsten kurze Trailer (Freilandeier, Ferien, Outsourcing), gelegentlich nur Szenenbilder (Dreckmonster, Rasende Liebe), manchmal konnte ich nicht mal die finden (Wigald, Achterbahn).

Seltsamerweise haben die am professionellsten erstellten Filme die geringste Internetpräsenz. Ob es wohl rechtliche Gründe dafür gibt, diese Filme dem grossen Internetpublikum vorzuenthalten? Eigentlich sollte man doch annehmen, dass ein Kurzfilmer eine möglichst grosse Verbreitung seines Werkes anstrebt.

Hier nun aber doch ein paar Links zu Seiten, auf denen man man sich komplette Kurzfilme anschauen kann, ein etwas eingeschränktes Best of sozusagen:

Das ist natürlich nur ein kleiner Einblick in das Festivalprogramm, von malerisch bis verstörend war alles dabei und ich bin ziemlich gespannt, welche Filme heute Abend die Preise abräumen werden.

Langsam und intensiv

Gerade aus dem Kino gekommen: The Good Shepherd.

Vorher keine Kritik gelesen und sowas ähnliches wie JFK oder Thirteen Days erwartet. Erwartung wurde nicht erfüllt, der Film hatte eher die Fazination eines langsam aber unaufhaltsam auf einen zukommenden Zuges. Matt Damon wurde über 20 Filmjahre hinweg nicht älter (Angelina Jolie schon) und meisterte jede Emotion mit seinem Standardgesicht.

Trotzdem ein interessanter Film - irgendwie.

Paris, je t’aime

Im Rahmen einer Reihe über "FilmemacherInnen heute" im Kino im Kunstmuseum habe ich gestern zusammen mit einer Kollegin Paris, je t’aime gesehen.

Vor Beginn des Films wurde dieses Dia eingeblendet, über das wir beide fünf Minuten gerätselt haben, in einem Kunstmuseum rechnet man schliesslich mit allem:

Abbildung einer liegenden Flasche Abwaschmittel der Marke Handy, in einer Ecke steht kleingedruckt abstellen

Der Groschen ist schliesslich ziemlich lautstark gefallen ;-)

Der Film selbst, eine Aneinanderreihung von 18 "Nachbarschaftsromanzen", realisiert von 21 Regisseuren, war sehr fesselnd. Ich hatte vorher quasi gar nichts über ihn gehört, ausser dass einer der Kurzfilme von den Coen-Brüdern gedreht wurde. Eigentlich habe ich ihn mir nur angeschaut, um rauszubekommen, ob sie Steve Buscemi auch hier wieder umbringen werden. Im Nachhinein war es wahrscheinlich ein echter Vorteil, völlig unvorbereitet in den Film zu gehen und so wirklich alle Überraschungen und Wendungen der Kurzgeschichten auskosten zu können.

Natürlich waren nicht alle Beiträge wirklich hochklassig, gleich der erste und schliesslich auch der letzte waren ziemlich schwach und die Pantomimen konnten mich ebenfalls nicht überzeugen. Aber insgesamt war es ein wirklich intensives Kinoerlebnis: Nick Nolte glänzte in seiner Rolle, ebenso natürlich der schweigende Steve Buscemi, und das Zusammenspiel zwischen Gena Rowlands und Ben Gazzara als Ehepaar kurz vor der Scheidung war einfach grossartig. Auch die bei den Fünf Filmfreunden (Spoiler) als zu sehr moraliserend bezeichnete Episode Place des Fêtes hat mich im Kino sehr berührt, insbesondere, da erst nach und nach klar wurde, um was es eigentlich geht. Der bizarre Kurzfilm mit Elijah Wood und der Vampirette hätte meiner Meinung nach auch von seinem Namensvetter Ed Wood gedreht sein können. Trash vom feinsten.

Wir haben den Film im Originalton gesehen, in dem er sehr vom fliegenden Wechsel zwischen Französisch und Englisch profitiert. Man kann nur hoffen, dass die Deutsche Synchronfassung etwas taugt.

Eine klare Empfehlung für einen starken Kinoabend fernab von den üblichen Hollywood-Schinken: Paris, je t’aime.

Nostalgischer Oscar

In diesem Jahr ist ja der Einstieg in die Oscar-Show nicht ganz so spannend gewesen, das war vor drei Jahren mit Billy Crystal als Gastgeber noch deutlich spektakulärer:


Dailymotion

2004 war übrigens das Jahr, in dem Der Herr der Ringe ganz gross absahnte. Lord of the Rings: The Return of the King gewann in allen Kategorien, für die der Film nominiert war, und kam so auf insgesamt 11 Oscars. Überhaupt war es ein ziemlich starkes Kinojahr. Wer alle im Trailer parodierten Filme erkennt, bekommt von mir einen Gummipunkt. ;-)

Nochmal Oscar

Eigentlich wollte ich heute ja noch was über die Oscar-Verleihung bloggen, aber freundlicherweise hat mir Batzman von den Fünf Filmfreunden das mit seiner zusammenfassenden Kritik schon abgenommen. Besser hätte ich es auch nicht schreiben können.

Mein persönlicher Höhepunkt war die Dankesrede von Helen Mirren (Beste Hauptdarstellerin in The Queen), die sich bei Elizabeth Windsor (sic!) bedankte:

„Now you know for 50 years and more, Elizabeth Windsor has maintained her dignity, her sense of duty, and her hairstyle. She's had her feet planted firmly on the ground, her hat on her head, her handbag on her arm and she's weathered many, many storms, and I salute her courage and her consistency. And I thank her because if it wasn't for her, I most, most certainly would not be here.“

Die Dankesreden kann man übrigens auf der Seite zum Spektakel nachlesen.

Schlechte Bilanz

Von den 17 Filmen, die in der vergangenen Nacht mit Oscars ausgezeichnet wurden, habe ich ganze zwei gesehen. Aber immerhin neben dem auch schon im Kino eher enttäuschenden Pirates Of The Caribbean: Dead Man's Chest (Beste Spezial-Effekte, was anderes hat der auch nicht verdient) auch den grossen Abräumer des Abends, The Departed (Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt, Bestes adaptiertes Drehbuch).

Dabei war ich extra vor zwei Wochen in Blood Diamond, um einen Oscargewinner mehr auf der Liste zu haben. Schade eigentlich, dass dieser Film leer ausgegangen ist, Djimon Hounsou hätte ich wegen seines intensiven Spielens den Oscar als bester Nebendarsteller gegönnt.

Schön natürlich, dass der Auslandsoscar nach Deutschland gegangen ist. Falls Das Leben der Anderen in der Schweiz schon lief, ist es völlig an mir vorübergegangen.