Hochwasser - Zapps Blog

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Artikel mit dem Tag „Hochwasser”

Spass mit deutschen Nachrichten

Diese Bild könnte Zuschauern der heute-Sendung bekannt vorkommen:

Blick auf die Aarefront, Häuser direkt am Wasser

Es zeigt die Aarefront von der Untertorbrücke in Bern aus fotografiert. Eine ähnliche Aufnahme wurde heute in der ZDF-Hauptnachrichtensendung zu einem Text gezeigt, in dem es um die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahren ging.

Lustigerweise hatte ich das Bild heute Mittag für meinen Beitrag Die Dämme halten aufgenommen, in dem es darum geht, dass es in Bern kaum Überschwemmungen gab. Die betreffenden Häuser sind direkt an der Aare gebaut und der aktuelle Wasserstand überflutet zwar teilweise eine niedrig gelegene Aussichtsplattform, aber eben noch nicht die Häuser. Mit den anderen, dramatischeren Bildern, die das ZDF ansonsten gezeigt hat, hat diese Geschichte jedenfalls nichts zu tun.

Wobei ich mich mittlerweile frage, ob die wirklich so dramatisch waren, wie es den Anschein hatte.

Nachtrag: In den schweizer Nachrichten heisst der Ort in der Nähe des Genfer Sees, in dem Autos quer durch die Stadt geschwemmt wurden, übrigens Roche. Im ZDF war von Villeneuve die Rede, knapp daneben ist auch vorbei.

Bisherige Beiträge zum Hochwasser im August 2007:

Die Dämme halten

Bern scheint wirklich mit einem blauen Auge davongekommen zu sein, die Situation beim aktuellen Hochwasser ist überhaupt nicht mit der Lage 2005 zu vergleichen und die Altstadt ist weitestgehend trocken geblieben.

  • Blick auf die angeschwollene Aare vorm Mattequartier
  • Durchbrochenes Aarewehr
  • Blick über den provisorischen Damm auf die Aare
  • Bagger auf der niedrig gelegenen Dalmazibrücke

Einerseits hat es im Einzugsgebiet der Aare vor Bern wohl deutlich weniger geregnet als damals, wodurch auch wesentlich weniger Baumstämme angeschwemmt wurden, andererseits scheinen die Einsatzpläne geholfen zu haben. Das begann mit der grossflächigen und deutlich früheren Warnung der Bevölkerung und während die mit Wasser gefüllten Dämme im Mattequartier wohl letztlich nicht gebraucht wurden, zeigte ihr Aufbau doch, dass die Stadt diesmal besser auf das Hochwasser vorbereitet war. Die Entfernung eines Stücks des Aarewehrs dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben, dass das Wasser nicht so in die Matte gedrückt hat, wie vor zwei Jahren.

Die weiter nördlich gelegenen Teile des Landes scheint es wirklich schlimmer erwischt zu haben, die besten Wünsche dahin.

Schock in der Abendstunde

Vor einer halben Stunde sind hier die Sirenen losgegangen. Während des Rätselratens über die Ursache (bezeichnenderweise finden sich die Bedeutungen der Alarmtöne eher in der Wikipedia als auf den Seiten des Bevölkerungsschutzes oder des Kantons, die Seite der Stadt ist down), habe ich mal vorsichtshalber die Fenster geschlossen sowie Fernsehen und Radio eingeschaltet. Man denkt ja leicht an das Schlimmste, wenn man in der Nähe eines Kernkraftwerkes wohnt und amtlich ausgegebene Jodtabletten zur Grundausstattung des Haushalts gehören.

Um 23 Uhr dann in den Radionachrichten die halbwegs beruhigende Mitteilung, dass lediglich Hochwasseralarm ausgerufen wurde, da halb Bern mal wieder vor dem Absaufen steht. Bei dem Dauerregen der letzten Zeit war ja fast damit zu rechnen.

Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie vor zwei Jahren, als die Bewohner des Mattequartiers schliesslich mit Hubschraubern evakuiert werden mussten, weil die Strömung der durch die Strassen schiessenden Aare für Boote zu stark war.