<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Zapps Blog &#187; CERN</title>
	<atom:link href="http://zappsblog.de/tag/cern/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://zappsblog.de</link>
	<description>Bloggen ohne Konzept</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Mar 2009 16:51:06 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Es lÃ¤uft rund</title>
		<link>http://zappsblog.de/2008/09/10/es-laeuft-rund-beim-cer/%</link>
		<comments>http://zappsblog.de/2008/09/10/es-laeuft-rund-beim-cer/%#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 10:13:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zapp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CERN]]></category>
		<category><![CDATA[LHC]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zappsblog.de/?p=284</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der LHC ist in Betrieb.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a class="thickbox einzelbildrechts" title="Der LHC-Tunnel am Tag der Offenen TÃ¼r 2008" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/07_LHC_Tunnel.jpg" rel="cern">
<img alt="Der LHC-Tunnel am Tag der Offenen TÃ¼r 2008" src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/07_LHC_Tunnel_250.jpg"/>
</a>
<p>Und zwar beim <abbr title="EuropÃ¤isches Labor fÃ¼r Teilchenphysik">CERN</abbr>, wo heute morgen  die ersten Protonenstrahlen im <abbr title="Large Hadron Collider">LHC</abbr> zirkulieren.</p>
<p>Der Start scheint rundum geglÃ¼ckt zu sein, zumindest wenn man  sich angesichts des zusammengebrochenen <a href="http://webcast.cern.ch/" title="Cern: Webcast service">Live-Webcasts</a> auf einen Augenzeugen verlassen kann:</p>
<blockquote class="clearleft" ><p>Es lÃ¤uft alles viel besser als geplant. Die Physiker sind alle ganz aus dem HÃ¤uschen (und die Ingenieure wohl auch).</p><p class="autor"><a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2008/09/first-beam-der-lhc-wird-in-betrieb-genommen-live-aus-genf.php" title="'First Beam' der LHC wird in Betrieb genommen - Live aus Genf"> Ali Arbia</a></p></blockquote>
<p>Die ersten UmlÃ¤ufe knapp unterhalb der Lichtgeschwindigkeit sind geschafft, man kann also mit Spannung auf die ersten Kollisionsexperimente in einigen Wochen warten.</p>
<p>Das CERN liefert mit seinem neuen Superbeschleuniger ein schÃ¶nes Beispiel dafÃ¼r, dass ein milliardenschweres und Ã¼ber Jahrzehnte international geplantes Grossprojekt auch auf Anhieb funktionieren kann. Ob's wohl daran liegt, dass hier Forschungs- und nicht ausschliesslich Wirtschaftsinteressen im Vordergrund standen?</p>
<div class="referenzen">
<h4>Interessante Links:</h4>
<ul>
<li><a href="http://press.web.cern.ch/press/PressReleases/Releases2008/PR08.08E.html">CERN-Pressemeldung </a></li>
<li><a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/09/09/morgen-gibts-keine-wissenschaft-aber-manchmal-ist-pr-ja-auch-verdient/">Begrenze Wissenschaft: â€ž&hellip;&nbsp;manchmal ist PR ja auch verdientâ€œ</a></li>
<li><a href="http://zappsblog.de/2008/04/07/tag-der-offenen-tuer-beim-cerntolle-technik-viele-menschen/">Mein Bericht vom Tag der Offenen TÃ¼r beim CERN</a></li>
<li><p>Und wegen der schÃ¶nen ersten beiden Leserkommentare:</p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/cern_lhc_inbetriebnahme_1.827667.html">NZZ: Die grÃ¶sste Maschine der Welt ist gestartet</a></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zappsblog.de/2008/09/10/es-laeuft-rund-beim-cer/%/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tag der Offenen TÃ¼r beim CERN: Tolle Technik, viele Menschen</title>
		<link>http://zappsblog.de/2008/04/07/tag-der-offenen-tuer-beim-cerntolle-technik-viele-menschen/%</link>
		<comments>http://zappsblog.de/2008/04/07/tag-der-offenen-tuer-beim-cerntolle-technik-viele-menschen/%#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 19:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zapp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CERN]]></category>
		<category><![CDATA[LHC]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zappsblog.de/2008/04/07/tag-der-offenen-tuer-beim-cerntolle-technik-viele-menschen/</guid>
		<description><![CDATA[Gestern habe ich den Tag in der NÃ¤he von Genf verbracht, da dort das CERN, eine der grÃ¶ssten Forschungseinrichtungen der Welt, einen Tag der Offenen TÃ¼r veranstaltet hat. Ganz alleine war ich da nicht, neben zwei Kolleginnen fanden auch etwa 50 000 weitere Besucher, dass der zukÃ¼nftig leistungsfÃ¤higste Teilchenbeschleuniger der Welt einen Besuch wert wÃ¤re.





Hauptattraktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich den Tag in der NÃ¤he von Genf verbracht, da dort das <abbr title="EuropÃ¤isches Labor fÃ¼r Teilchenphysik">CERN</abbr>, eine der grÃ¶ssten Forschungseinrichtungen der Welt, einen Tag der Offenen TÃ¼r veranstaltet hat. Ganz alleine war ich da nicht, neben zwei Kolleginnen fanden auch etwa 50 000 weitere Besucher, dass der zukÃ¼nftig leistungsfÃ¤higste Teilchenbeschleuniger der Welt einen Besuch wert wÃ¤re.</p>

<a class="einzelbildlinks" title="Cern: Lage des LHC" href="http://lhc.web.cern.ch/lhc/general/geography/geo.htm"  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.lhc_map.gif" alt="lhc_map.gif" width="113" height="113" /></a>



<p>Hauptattraktion des CERN ist der sich noch in der finalen Bauphase befindliche <a href="http://public.web.cern.ch/public/en/LHC/LHC-en.html" title="Cern: The Large Hadron Collider (en)"><i>Large Hadron Collider</i> (LHC),</a> ein Beschleunigerring, in dem Protonen und Bleiionen ab Sommer 2008 auf annÃ¤hernd Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und anschliessend zur Kollision gebracht werden sollen.</p>
<h3>LHC - Die Theorie</h3>
<p>Protonen oder Bleiionen werden in einer <a title="Wikipedia: Ionenquelle" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ionenquelle">Ionenquelle</a> hergestellt und durchlaufen zunÃ¤chst einen Linearbeschleuniger sowie kleinere Ringbeschleuniger, bevor sie in den ersten grossen Ringbeschleuniger, das <a title="Cern: SPS (en)" href="http://public.web.cern.ch/public/en/Research/SPS-en.html"><i>Super Proton Synchroton</i> (SPS)</a> eingespeist werden. Die durch das SPS nochmals beschleunigten Teilchen werden auf zwei gegenlÃ¤ufigen Bahnen in den LHC eingespeist, in dem sie weiter beschleunigt und schliesslich in einem der Detektoren auf Kollisionskurs gebracht werden. Durch die Analyse der dabei entstehenden subatomaren Teilchen erhoffen sich die Wissenschaftler weitergehende Erkenntnisse Ã¼ber den Aufbau der Materie. Insbesondere sollte es  mit Hilfe des LHC mÃ¶glich sein, <a title="Wikipedia: Higgs-Boson" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Higgs-Boson">Higgs-Bosonen,</a> die einzigen durch das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Standardmodell" title="Wikipedia: Standardmodell der Elementarteilchenphysik" >Standardmodell der Elementarteilchenphysik</a> vorhergesagten Elementarteilchen, deren Existenz bisher noch nicht experimentell bewiesen werden konnte, nachzuweisen.</p>

<div class="einschub"><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/LHC_Schema2.png" alt="Schema des LHC" width="405" height="286" style="border:0;" class="einzelbild" />
<h4>Schemazeichnung des gesamten LHC-Sytems:</h4>
<p>Die Vorbeschleuniger sind blau, der LHC-Ring ist schwarz eingezeichnet. Der LHC ist an acht Punkten zugÃ¤nglich, an den vier ZugÃ¤ngen, an denen Detektoren installiert sind (beige), kÃ¶nnen die Teilchenstrahlen zur Kollision gebracht werden. An Punkt P4 (grÃ¼n) ist das LHC-eigene Beschleunigungssystem installiert.</p>
<p>Rot eingetragen ist die COMPASS-Anlage, die nicht zum LHC gehÃ¶rt, aber wie dieser vom SPS gespeist wird.</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://hands-on-cern.physto.se/ani/acc_lhc_atlas/lhc_atlas.swf" title="Cern: Flash-Animation zum LHC">Animation</a> und <a href="http://lhc-machine-outreach.web.cern.ch/lhc-machine-outreach/images/complex/Cern-complex.gif" title="Cern: Schemazeichnung der Beschleuniger" >detaillierte Schemazeichnung</a> auf den Seiten des CERN.</p>
</div>
<div class="einschub">
<p>Bei YouTube gibt es ein sehr anschauliches englisches Video zur Funktion des LHC:</p>
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qQNpucos9wc&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qQNpucos9wc&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=qQNpucos9wc" title="YouTube: BBC-Video zum LHC">YouTube</a></p>
</div>

<p>Der LHC, dessen Konstruktion mehr als 3&nbsp;Milliarden Euro gekostet hat, soll in diesem Sommer in Betrieb gehen. Der Tag der Offenen TÃ¼r war fÃ¼r Nicht-Physiker damit wohl die letzte MÃ¶glichkeit, diese gigantische Maschine, in Augenschein zu nehmen. </p>
<p>Daher war der Besucherandrang an den LHC-Zugangspunkten gigantisch und uns wurde nach der Ankunft auf dem CERN-HauptgelÃ¤nde im schweizerischen Meyrin mitgeteilt, dass wir es beim dort gelegenen Zugangspunkt P1 erst gar nicht versuchen sollten, sondern mit dem Shuttlebuss zum franzÃ¶sischen CERN-GelÃ¤nde in PrÃ©vessin fahren sollten, da von dort aus Busse zu den weniger Ã¼berlaufenen franzÃ¶sischen Einstiegspunkten P4 und P6 fahren wÃ¼rden.</p> 
<p>Nach einer Fahrt im Ã¼berfÃ¼lltesten Bus, den ich je benutzt habe (die Schulbusse waren ein Kinderspiel dagegen), und einer dreiviertelstÃ¼ndigen Warterei auf den Anschlussbuss, wurde uns dann mitgeteilt, dass die Shuttlebusse wegen des grossen Andrangs momentan nicht fahren wÃ¼rden. Dumm gelaufen&nbsp;â€¦</p>

<h3>COMPASS</h3>
<a class="thickbox einzelbildlinks" rel="cern" title="Warten vor dem COMPASS-Experiment&nbsp;â€¦" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/01_Compass_warten.jpg"  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.01_Compass_warten.jpg"  width="85" height="113" alt="Warteraum vorm COMPASS-Experiment" /></a>
<p>So besuchten wir zunÃ¤chst mal das <a title="Cern: COMPASS (en)" href="http://public.web.cern.ch/public/en/Research/COMPASS-en.html">COMPASS-Experiment,</a> bei dem wir nach einiger Wartezeit eine englischsprachige FÃ¼hrung erwischten.</p>
<p>COMPASS erzeugt mit Hilfe von im SPS beschleunigten Protonen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Myon" title="Wikipedia: Myon">Myonen</a> (eine Art schwere Elektronen) und nutzt diese anschliessend, um den Aufbau von Protonen und insbesondere die Entstehung ihres <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spin" title="Wikipedia: Spin">Spins</a> zu analysieren. Dazu wird ein Myonenstrahl auf ein Zielmaterial, etwa Ammoniak, gerichtet und mit dahinterliegenden Detektoren die Ablenkung, die die Myonen dadurch erfahren, ermittelt.</p> 

<a class="thickbox einzelbildrechts" rel="cern" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/04_compass_halle.jpg" title="Ein Teil der Detektoren in der COMPASS-Halle."  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.04_compass_halle.jpg" alt="Grosse Detektoren (Stahlgestelle) in der Halle des COMPASS-Experiments" width="85" height="113" /></a>

<p>Laienhaft gesehen, besteht COMPASS aus einer riesigen Halle, in der hinter RadioaktivitÃ¤tswarnschildern und dicken Betonquadern grosse MetallkÃ¤sten stehen. Beeindruckend ist auch schon, dass man beim Betreten der eigentlichen Versuchsanordnung als erstes die Bahn des Myonenstrahls kreuzt, der einfach durch die Luft geleitet wird. Das erklÃ¤rt wohl auch die dicken TÃ¼ren mit diversen Sicherheitseinrichtungen, die den Zugang zur Versuchsanordnung wÃ¤hrend eines laufenden Experiments verhindern.</p>


<a class="thickbox einzelbildlinks" rel="cern" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/02_Compass.jpg" title="Der StahlbehÃ¤lter vorne rechts dient der KÃ¼hlung des Ziels, im Hintergrund der erste, kupferfarbene Detektor."  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.02_Compass.jpg" alt="StahlbehÃ¤lter mit COMPASS-Ziel und erster Detektor, eine kupferfarbene Platte." width="150" height="113" /></a>

<p>COMPASS beherbergt auch zeitweise die kÃ¤lteste Stelle des Planeten: Das Ziel, auf das der Myonenstrahl gerichtet wird, wird auf sagenhafte 0.05&nbsp;Kelvin (-273.1&nbsp;Â°C) abgekÃ¼hlt. Daneben erscheinen die fÃ¼r den Betrieb des LHC notwendige Temperatur von 2&nbsp;K und die Durchschnittstemperatur im Weltall (3&nbsp;K) geradezu lauschig warm.</p>

<a class="thickbox einzelbildrechts" rel="cern" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/03_server.jpg" title="Das Experiment scheint wirklich zukunftsweisend zu sein."  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.03_server.jpg" alt="Elektronisches GerÃ¤t mit Aufschrift SciFi-5" width="150" height="113" /></a>

<p>Nachdem er ein ganzes Arsenal an Detektoren durchlaufen hat, wird der Myonenstrahl einfach auf eine Metallplatte gelenkt, dadurch in alle Himmelsrichtungen gestreut und so unschÃ¤dlich gemacht. Das ist doch mal eine einfache Methode der Abfallbeseitigung.</p>
<p>Auch die RadioaktivitÃ¤t, die bei der Interaktion der Myonen mit Materie ensteht, klingt extrem schnell ab, wenn die Myonenquelle abgeschaltet wird. FÃ¼r uns Besucher bestand also keinerlei Gefahr.</p> 

<h3>LHC - Die Praxis</h3>
<p>Nach der COMPASS-Besichtigung hatten wir die Hoffnung auf einen Abstieg zum LHC schon so gut wie aufgegeben, aber zufÃ¤llig kam gerade in dem Moment, als wir die Bushaltestelle passierten, ein Shuttlebus vorbei. Wir konnten unser GlÃ¼ck kaum fassen und enternten den Bus zu Punkt P4. Gegen 15&nbsp;Uhr erreichten wir die  Mehrzweckhalle in Echenevex, wo wir Tickets fÃ¼r einen Abstieg um 17&nbsp;Uhr ergatterten.</p>

<p>Immerhin mussten wir nicht die ganze Zeit in einer Schlange stehen, und so konnten wir die Zeit mehr oder weniger sinnvoll fÃ¼r eine Begutachtung des verschlafenen Ã–rtchens und den Genuss einer Tasse Kaffee nutzen. Bei der Kaffeepause war dann auch wieder klar, dass wir uns in Frankreich befanden: In der Schweiz hÃ¤tte es bei so einer Gelegenheit wohl keinen Kaffee fÃ¼r einen oder ein Viertele Wein fÃ¼r zwei Euro (bzw. 1.60 und 3.20 CHF) gegeben&nbsp;â€¦</p>

<a class="thickbox einzelbildlinks" rel="cern" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/05_LHC_Schlange.jpg" title="Warteschlange vor dem Einlass ins CERN-GelÃ¤nde in Echenevex."  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.05_LHC_Schlange.jpg" alt="Warteschlange mit ca. 50 Personen auf einer Wiese." width="150" height="113" /></a>

<p>Um kurz vor FÃ¼nf standen wir dann doch in einer Schlange, bis wir aufs lokale CERN-GelÃ¤nde gelassen wurden dauerte es fast noch eine Stunde. Schliesslich war aber dann doch der grosse Moment gekommen und wir fuhren mit roten Helmen bewaffnet 150 Meter hinab in die Unterwelt. Zu sehen gab es dann den LHC-Tunnel mit den beiden BeschleunigerrÃ¶hren sowie die eigentliche Beschleunigungsvorrichtung.</p>

<a class="thickbox einzelbildrechts" rel="cern" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/07_LHC_Tunnel.jpg" title="Der LHC-Tunnel, links die beiden relativ dÃ¼nnen BeschleunigerrÃ¶hren."  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.07_LHC_Tunnel.jpg" alt="LHC-Tunnel, links die beiden relativ dÃ¼nnen BeschleunigerrÃ¶hren." width="150" height="113" /></a>

<p>Echenevex ist der einzige Punkt entlang des LHCs, an dem die Protonen bzw. Bleiionen nochmals beschleunigt werden. Die dazu notwendigen hochfrequenten elektrischen Felder beschleunigen die Teilchen in etwa 20 Minuten auf ihre Endgeschwindigkeit von 99.9999% der Lichtgeschwindigkeit, bei der ein Teilchen die 27&nbsp;km des LHC etwa 10 000 mal in der Sekunde zurÃ¼cklegt.
Dabei bezieht der Beschleuniger rund 200&nbsp;Megawatt aus dem franzÃ¶sische Energienetz, was der halben Leistung eines kleinen Atomkraftwerks entspricht.</p>

<a class="thickbox einzelbildlinks" rel="cern" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/08_LHC_Beschleuniger.jpg" title="Die eigentliche Beschleunigungseinrichtung."  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.08_LHC_Beschleuniger.jpg" alt="Die Beschleunigungseinrichtung: Ein Stahlzylinder, der die BeschleunigerrÃ¶hren umfasst." width="150" height="113" /></a>

<p class="clearfix" >In dem Tunnel zu stehen und dabei zu versuchen, sich diese Zahlen vorzustellen, war ein ziemlich beeindruckendes Erlebnis.</p>
<h3>Kollaps der Infrastruktur</h3>
<p>Wieder an der OberflÃ¤che gab es dann die nÃ¤chste Gelegenheit zum Warten, nÃ¤mlich auf den Bus zurÃ¼ck nach PrÃ©vessin. Als schliesslich ein Bus auftauchte, ging es schon auf 19&nbsp;Uhr zu, wir hatten die Information, dass die Shuttlebusse bis 19:30&nbsp;Uhr fahren wÃ¼rden und noch zwei weitere Busverbindungen zu erreichen.</p>

<a class="thickbox einzelbildrechts" rel="cern" href="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/09_LHC_Kontrollraum.jpg" title="Das LHC-KontrollgebÃ¤ude."  ><img src="http://zappsblog.de/wordpress/wp-content/uploads/images/2008/2008_04_06_CERN/.thumbs/.09_LHC_Kontrollraum.jpg" alt="LHC-KontrollgebÃ¤ude, ein grauer, zweigeschossiger Zweckbau" width="150" height="113" /></a>

<p>In PrÃ©vessin dann das gleiche Spiel: Warten ohne konkrete Informationen ob oder wie es weiter geht, schliesslich tauchte ein Bus auf, der sich sardinenmÃ¤ssig fÃ¼llte und Richtung Meyrin fuhr. Dass der Busfahrer eine ganz andere Route als auf der Hinfahrt nahm, zwischendrin immer mal wieder anhielt und selbst nicht ganz genau zu wissen schien, wo er letztlich hin sollte, sorgte dann auch nicht gerade fÃ¼r Optimismus.</p>
<p>Als dann auch noch das GerÃ¼cht aufkam, dass die Shuttlebusse vom CERN-GelÃ¤nde zu den ParkplÃ¤tzen nicht mehr fahren wÃ¼rden, sank die Stimmung erstmals deutlich. Nach einer weiteren Wartezeit ohne die MÃ¶glichkeit verlÃ¤ssliche Informationen zu bekommen, erschien aber doch noch ein entsprechender Bus, der wieder eine ganz andere Route nahm. Nur mit der Hilfe eines freundlichen deutsch sprechenden Einheimischen haben wir dann die richtige Bushaltestelle gefunden, auf uns allein gestellt wÃ¤ren wir sonst wo gelandet.</p>
<p>Aber so nahm der Ausflug doch noch ein gutes Ende und auf der Suche nach dem Parkplatz haben wir uns noch mit einer japanischen Besuchergruppe solidarisiert, die auch nach Bern zurÃ¼ck musste.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Es war ein beeindruckendes Erlebnis, sowohl hinsichtlich der Wissenschaft, als auch was die Wartezeiten und die Organisation angeht. Ein internationales Grossforschungsinstitut unterscheidet sich offensichtlich nicht wesentlich von einer UniversitÃ¤t, wenn es einen besonderen Anlass organisieren muss.</p><p>Die Mitarbeiter, die die FÃ¼hrungen gemacht haben, waren sehr freundlich und engagiert, die Stimmung war allgemein extrem gut, auch nach langen Wartezeiten und in Ã¼berfÃ¼llten Bussen.</p>
<p>Aber organisatorisch gÃ¤be es einiges zu verbessern:</p>
<ul class="liste">
<li>HÃ¤ufiger fahrende Shuttlebusse mit einem halbwegs regelmÃ¤ssigen Fahrplan. Damit wÃ¼rde man das <i>Warten-auf-Godot-</i>GefÃ¼hl verhindern.</li>
<li>Klare Informationen Ã¼ber die Buslinien und Haltestellen vor Ort. Ein unzureichender Plan im Internet nutzt nicht besonders viel, an den Hauptumsteigestellen wÃ¤re ein Ansprechpartner nett gewesen und auch Durchsagen im Bus (auch Englisch?) hÃ¤tten einige Unsicherheiten beseitigen kÃ¶nnen.</li>
<li>Mehr Informationen, und die auch in anderen Sprachen als FranzÃ¶sisch. Ich war schon Ã¼berrascht, dass fast alle Poster und die VortrÃ¤ge in Echenevex ausschliesslich in FranzÃ¶sisch waren. An den Stellen, an denen man sowieso anstehen muss, wÃ¤ren mehrsprachige Poster mit grundlegenden Informationen zum jeweiligen Experiment nicht schlecht gewesen.</li>
<li>Klarere Signalisation. Vor den einzelnen Besichtigungspunkten standen Fahnen mit dem Namen der jeweiligen SehenswÃ¼rdigkeit. Das war zwar sehr hÃ¼bsch anzusehen, aber ein gosses Schild hÃ¤tte man besser lesen kÃ¶nnen.  An strategischen Punkten, insbesondere an den Bushaltestellen, hÃ¤tte man Karten und Informationen Ã¼ber BesichtigungsmÃ¶glichkeiten des jeweiligen Standorts aushÃ¤ngen kÃ¶nnen.</li>
<li>Mehr Souvenir-Shops. Ich hÃ¤tte ja nicht gedacht, dass ich das mal schreiben wÃ¼rde, aber ich habe tatsÃ¤chlich keine Gelegenheit gefunden, ein Mitbringsel zu kaufen. In Mayrin wÃ¤re das wohl problemlos mÃ¶glich gewesen, aber als wir dorthin zurÃ¼ckgekommen waren, hatte natÃ¼rlich schon alles geschlossen.</li>
<li>Besserer Internetauftritt. Die <a title="Cern: LHC 2008 - Open Day (en)" href="http://lhc2008.web.cern.ch/LHC2008/index-E.html">Seite zum Tag der Offenen TÃ¼r</a> gab es in franzÃ¶sischer und englischer AusfÃ¼hrung. Links im englischen Teil fÃ¼hrten aber oft zu franzÃ¶sischen Dokumenten oder Unterseiten, das PDF mit dem englischen Vortragsprogramm verschwand nach einigen Tagen plÃ¶tzlich, der Link fÃ¼hrte dann zur franzÃ¶sischen Ausgabe.</li>  
</ul>
<p>Das Hauptproblem war der unregelmÃ¤ssige Busverkehr, der wahnsinnig viel Zeit gekostet hat. Beim nÃ¤chsten Tag der Offenen TÃ¼r beim CERN, der erst in mehreren Jahren stattfinden wird, wÃ¼rde ich grundsÃ¤tzlich Ã¼berall mit dem eigenen Auto hinfahren.</p>
<p>HÃ¤tten wir uns nicht auf die Busse verlassen, hÃ¤tten wir sicher mehr Dinge sehen kÃ¶nnen, es war aber trotzdem ein sehr erlebnisreicher Tag und wir haben es sicher nicht bereut, nach Genf gefahren zu sein.</p>
<p>Immerhin kann ich nun sagen, dass ich den LHC gesehen habe, bevor er <a title="SPON: Angst vor Weltuntergang - Amerikaner klagt gegen Teilchenbeschleuniger" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,544088,00.html">die Welt verschlingt.</a>&nbsp;:-)</p>
<p class="fussnote">Das LHC-Diagramm beruht auf dem in den <i>Wikipedia Commons</i> zu findenden <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:LHC_octants.svg">Bild von Arpad Horvath</a> und steht wie dieses unter folgender Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/">Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5.</a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zappsblog.de/2008/04/07/tag-der-offenen-tuer-beim-cerntolle-technik-viele-menschen/%/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

