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Nostalgischer Oscar

In diesem Jahr ist ja der Einstieg in die Oscar-Show nicht ganz so spannend gewesen, das war vor drei Jahren mit Billy Crystal als Gastgeber noch deutlich spektakulärer:


Dailymotion

2004 war übrigens das Jahr, in dem Der Herr der Ringe ganz gross absahnte. Lord of the Rings: The Return of the King gewann in allen Kategorien, für die der Film nominiert war, und kam so auf insgesamt 11 Oscars. Überhaupt war es ein ziemlich starkes Kinojahr. Wer alle im Trailer parodierten Filme erkennt, bekommt von mir einen Gummipunkt. ;-)


Nochmal Oscar

Eigentlich wollte ich heute ja noch was über die Oscar-Verleihung bloggen, aber freundlicherweise hat mir Batzman von den Fünf Filmfreunden das mit seiner zusammenfassenden Kritik schon abgenommen. Besser hätte ich es auch nicht schreiben können.

Mein persönlicher Höhepunkt war die Dankesrede von Helen Mirren (Beste Hauptdarstellerin in The Queen), die sich bei Elizabeth Windsor (sic!) bedankte:

„Now you know for 50 years and more, Elizabeth Windsor has maintained her dignity, her sense of duty, and her hairstyle. She's had her feet planted firmly on the ground, her hat on her head, her handbag on her arm and she's weathered many, many storms, and I salute her courage and her consistency. And I thank her because if it wasn't for her, I most, most certainly would not be here.“

Die Dankesreden kann man übrigens auf der Seite zum Spektakel nachlesen.


Schlechte Bilanz

Von den 17 Filmen, die in der vergangenen Nacht mit Oscars ausgezeichnet wurden, habe ich ganze zwei gesehen. Aber immerhin neben dem auch schon im Kino eher enttäuschenden Pirates Of The Caribbean: Dead Man's Chest (Beste Spezial-Effekte, was anderes hat der auch nicht verdient) auch den grossen Abräumer des Abends, The Departed (Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt, Bestes adaptiertes Drehbuch).

Dabei war ich extra vor zwei Wochen in Blood Diamond, um einen Oscargewinner mehr auf der Liste zu haben. Schade eigentlich, dass dieser Film leer ausgegangen ist, Djimon Hounsou hätte ich wegen seines intensiven Spielens den Oscar als bester Nebendarsteller gegönnt.

Schön natürlich, dass der Auslandsoscar nach Deutschland gegangen ist. Falls Das Leben der Anderen in der Schweiz schon lief, ist es völlig an mir vorübergegangen.


Bauernfänger mit Beratungsbedarf

Internetabzocke will gut geplant sein, damit die Forderungen auch wirklich wasserdicht werden und man sich nicht erfolglos mit renitenten Zahlungsverweigerern rumschlagen muss.

Das dachte sich wohl auch dieser angehende Bauernfänger. Ich fürchte ja, dass die Antwort der Anwältin ihm nicht so recht gefallen hat ;-)

A propos Anwalt: Bei sowas fährt Udo Vetter gleich ganz andere Geschütze auf. Abzocker sollten bei der Wahl ihrer Opfer also lieber vorsichtig sein.


Wie man es nicht machen sollte

RTL hat seinen Webauftritt überarbeitet, die entsprechende Pressemitteilung kann man als Artikel getarnt bei Quotenmeter.de nachlesen.

Dass die Websites von Privatsendern nicht so ganz das Gelbe vom Ei sind, war mir ja spätestens klar, seit ich vor einigen Wochen mal versucht habe, eine Programminformation bei ProSieben.de zu finden. Nach etlichen Minuten und dem Aufpoppen von drei neuen Fenstern gab ich schliesslich entnervt auf. RTL hat diese Benutzerunfreundlichkeit jetzt allerdings noch getoppt und Stefan Niggemeier titelt ganz zutreffend Bei RTL.de ist das Grauen jetzt blau.

Seinen ausführlichen Anmerkungen kann ich nur hinzufügen, dass die Seite ohne JavaScript weitgehend unbenutzbar ist, bei einer leicht vergrösserten Schriftgrösse Texte und Navigationselemente überlappen, und man gerne mal von lautstarken Flash-Werbetrailern überrascht wird. Die 272 Fehler, die der HTML-Validator im Moment für die div-Suppe von RTL.de auswirft, überraschen da wahrscheinlich niemanden mehr.

Fazit: Wer eine moderne Alternative zur Christen-Front sucht, sollte sich mal bei RTL umschauen.

Vielleicht gehöre ich aber auch einfach nicht zur RTL-Zielgruppe:

Die Seiten sind offenkundig optimiert für Leute, die auch auf virus.exe-Anhänge doppelklicken und auf Spam-Mails mit ihren Kontodaten antworten.

Stefan Niggemeier


Ausländerprobleme

  • 36 Prozent der Bevölkerung glaubt, dass die Ausländer den Einheimischen den Job wegnehmen. Im Osten und bei den 15- bis 34-Jährigen sind es sogar deutlich über 40 Prozent.
  • 45 Prozent der Bevölkerung ist der Meinung, dass die Ausländer unsere Löhne drücken.

Klingt wie eine Umfrage zur EU-Osterweiterung in Deutschland?
Weit gefehlt, die Zahlen entstammen einer Umfrage des Schweizer Boulevardblattes Blick (1), ich habe lediglich "Deutsche" durch "Ausländer" ersetzt.

In der letzten Woche wurde der Schweiz durch eine Artikelserie dieser Zeitung eine Diskussion über das "Deutschenproblem" aufgezwängt. Tatsächlich ist die Schweiz eines der beliebtesten Auswanderungsländer für Deutsche und in manchen Berufszweigen ist das Schweizerdeutsch fast zur Ausnahme geworden. In den Kliniken sind Deutsche Ärzte und Schwestern die Regel und auch an den Universitäten sind viele Deutsche angestellt, so auch ich.

Wirtschaftlich gesehen gibt es für die Schweizer eigentlich keinen Grund zur Sorge, die Einwanderer sind in der Regel hoch qualifiziert und füllen Lücken, die durch die Schweizer Arbeitnehmer nicht gefüllt werden können. In meiner Zeit in Bern haben wir zum Beispiel sieben Doktoranden- und PostDoc-Stellen mit externen Leuten neu besetzt. In sechs Fällen gab es entweder keine Bewerbungen von Schweizern, oder sie waren aufgrund fehlender Qualifikation schon vor dem Vorstellungsgespräch aus dem Rennen. So sind dann halt vier Deutsche, ein Holländer, eine Ukrainerin und ein Schweizer eingestellt worden. Ein weiterer Schweizer ist nach seiner Diplomarbeit als Doktorand bei uns geblieben.

Interessant ist es aber schon, bei der Ausländerdiskussion mal auf der anderen Seite zu stehen. Mir selbst ist allerdings auch noch nie eine wirklich ablehnende Haltung entgegen geschlagen (2), und ich fühle mich in der Eidgenossenschaft ausgesprochen wohl. Ganz im Gegensatz zu meinen Schweizer Kollegen bin ich auch der Meinung, dass die Menschen hier insgesamt freundlicher sind als in Deutschland. Aber vielleicht beruht das auch nur auf selektiver Wahrnehmung, weil ich immer so eine Freude an den freundlich grüssenden und meistens lächelnden Verkäuferinnen beim Coop habe.

Ich halte es da ganz mit dem Schweizer Germanisten Peter von Matt, der in einem sehenswerten Interview meinte:
Es gibt hier wirklich kein Problem.

Übrigens:

  • 43% der Schweizer halten die Deutschen für arrogant

Liebe Mitdeutsche, da müssen wir wohl noch etwas dran arbeiten. Aber immerhin meinte mein ehemaliger Diplomand mal, ich hätte sein Deutschen-Bild ziemlich verändert. Ich hoffe mal zum Guten ;-)

  1. 1) Der Blick ist das Schweizer Gegenstück zur Bild, wird aber nicht vom Axel-Springer-Verlag herausgegeben.
  2. 2) Na ja, vielleicht doch einmal. Beim WM-Halbfinale hätte schon nicht die ganze Kneipe wie ein Mann aufspringen und jubeln müssen, als in allerletzter Sekunde das Italien-Tor gegen Deutschland gefallen war. Fussball ist eher ein heikles Thema.

Goldige Ostern

Gleich drei Paletten Lindt-Osterhasen stehen im Supermarkt.

Neben der Fastnachtssaison hat übrigens gerade auch die Ostersaison begonnen. Die Osterhasen sind gleich palettenweise und in den unterschiedlichsten Grössen aufgetaucht, hier muss es wohl irgendwo ein Nest geben.

Ich muss zugeben, dass ich bei den Ostersachen auch gleich zugeschlagen habe. Die Osterchüechli sind einfach zu lecker â€¦


Fasnacht

Während Deutschland seit Mittwoch den tollen Tagen hinterhertrauert, ist es hier in Bern erst gestern mit der Bärebefreiig so richtig losgegangen. Normalerweise gehe ich ja allem was mit Fasching, Fastnacht oder Karneval zu tun hat, grossräumig aus dem Weg, aber die Guggenmusiker, die mir heute Mittag im Hauptbahnhof aufgelauert haben, waren gar nicht schlecht. Leider hatte ich keine Zeit, auf den Auftritt der Alphornbläser zu warten.


Bunte Bilder

Mal eine etwas andere Methode, sich eine Webseite anzuschauen, bieten Websites as Graphs und WEB2DNA. Bei beiden Angeboten wird die Webseite eingelesen und ihre Struktur grafisch umgesetzt. So kann man dann sogar spielerisch die Güte des Codes erkennen. Meine ehemalige Startseite produzierte folgende Schönheiten:

Websites as Graphs

Beispielbild Websiteasgraph

blue: for links (the A tag)
red: for tables (TABLE, TR and TD tags)
green: for the DIV tag
violet: for images (the IMG tag)
yellow: for forms (FORM, INPUT, TEXTAREA, SELECT and OPTION tags)
orange: for linebreaks and blockquotes (BR, P, and BLOCKQUOTE tags)
black: the HTML tag, the root node
gray: all other tags

Hmm, da sind wohl noch etwas viele Zeilenumbrüche im Code versteckt, aber immerhin keine Layouttabelle.
Indem man im Quelltext des Generators herumbastelt, kann man ihn an seine eigenen Vorstellungen anpassen. Mir fehlt zum Beispiel eine Farbe für Listenelemente.

WEB2DNA

Beispielbild WebDNA

The brightness of the lines is determined by the importance of the tags in terms of structure.
* H1 is brighter than H2, which is brighter than H3.
* TABLE is brighter than TR, which is brighter than TD tags.
* Images and flash elements appear as 70% white.
* New HTML tags like STRONG and EM is brighter than older ones like B and I
* UL, OL and DL is brighter than their LI, DT, DD
* DIV layout is brighter than table layout
Basically a semantically rich site will appear brighter than one with messy old-style code.

Das sieht ja gar nicht so schlecht aus, allerdings ist mir eine vergleichbare DNA bislang noch nicht untergekommen. Hoffentlich wird da nicht sowas draus.

Zum Schluss noch eine Empfehlung für Leute, die nach Countern gefragt werden, oder selbst nach einem möglichst tollen Counter für ihre Homepage suchen: netBubbles. Optimal bei sprudelnden Onlinegeschaften ;-)


A propos Astronomie

Wo wir gerade beim Thema Astronomie sind: Warum haben eigentlich die SF-Filme mit den realistischsten und schönsten Bildern die langweiligste Handlung?

Mission to Mars (gerade auf Kabel Eins) ist ein schönes Beispiel dafür. Super Bilder, aber lahme Handlung. Beruhigend, dass sich der BA auch dabei gelangweilt hat.