Schweizer Besonderheiten - Zapps Blog

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Beiträge zum Thema „Schweizer Besonderheiten”

Chuchichäschtli

Die Wikipedia bietet im Rahmen des Projekts Gesprochene Wikipedia zu einigen Beiträgen auch eine gesprochene Version an (1). Unter diesen Artikeln findet sich auch ein schönes Beispiel, das den Nutzen von Audioversionen auch für Nichtbehinderte verdeutlicht.

Ich habe mich jedenfalls bislang standhaft geweigert, dieses Wort öffentlich von mir zu geben und damit meine Mitmenschen zu erheitern: Chuchichäschtli (Ogg, 1,9 MB)

1) Neuerdings? Ich bin zumindest erst heute durch einen Artikel bei Peter Kröner darauf aufmerksam geworden. Gibt es eigentlich einen in eine Webseite einbettbaren Ogg-Player? Durch den Mechanismus der Einbettung bei der Wikipedia bin ich nicht so ganz durchgestiegen…

Spass mit deutschen Nachrichten

Diese Bild könnte Zuschauern der heute-Sendung bekannt vorkommen:

Blick auf die Aarefront, Häuser direkt am Wasser

Es zeigt die Aarefront von der Untertorbrücke in Bern aus fotografiert. Eine ähnliche Aufnahme wurde heute in der ZDF-Hauptnachrichtensendung zu einem Text gezeigt, in dem es um die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahren ging.

Lustigerweise hatte ich das Bild heute Mittag für meinen Beitrag Die Dämme halten aufgenommen, in dem es darum geht, dass es in Bern kaum Überschwemmungen gab. Die betreffenden Häuser sind direkt an der Aare gebaut und der aktuelle Wasserstand überflutet zwar teilweise eine niedrig gelegene Aussichtsplattform, aber eben noch nicht die Häuser. Mit den anderen, dramatischeren Bildern, die das ZDF ansonsten gezeigt hat, hat diese Geschichte jedenfalls nichts zu tun.

Wobei ich mich mittlerweile frage, ob die wirklich so dramatisch waren, wie es den Anschein hatte.

Nachtrag: In den schweizer Nachrichten heisst der Ort in der Nähe des Genfer Sees, in dem Autos quer durch die Stadt geschwemmt wurden, übrigens Roche. Im ZDF war von Villeneuve die Rede, knapp daneben ist auch vorbei.

Bisherige Beiträge zum Hochwasser im August 2007:

Die Dämme halten

Bern scheint wirklich mit einem blauen Auge davongekommen zu sein, die Situation beim aktuellen Hochwasser ist überhaupt nicht mit der Lage 2005 zu vergleichen und die Altstadt ist weitestgehend trocken geblieben.

  • Blick auf die angeschwollene Aare vorm Mattequartier
  • Durchbrochenes Aarewehr
  • Blick über den provisorischen Damm auf die Aare
  • Bagger auf der niedrig gelegenen Dalmazibrücke

Einerseits hat es im Einzugsgebiet der Aare vor Bern wohl deutlich weniger geregnet als damals, wodurch auch wesentlich weniger Baumstämme angeschwemmt wurden, andererseits scheinen die Einsatzpläne geholfen zu haben. Das begann mit der grossflächigen und deutlich früheren Warnung der Bevölkerung und während die mit Wasser gefüllten Dämme im Mattequartier wohl letztlich nicht gebraucht wurden, zeigte ihr Aufbau doch, dass die Stadt diesmal besser auf das Hochwasser vorbereitet war. Die Entfernung eines Stücks des Aarewehrs dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben, dass das Wasser nicht so in die Matte gedrückt hat, wie vor zwei Jahren.

Die weiter nördlich gelegenen Teile des Landes scheint es wirklich schlimmer erwischt zu haben, die besten Wünsche dahin.

Schock in der Abendstunde

Vor einer halben Stunde sind hier die Sirenen losgegangen. Während des Rätselratens über die Ursache (bezeichnenderweise finden sich die Bedeutungen der Alarmtöne eher in der Wikipedia als auf den Seiten des Bevölkerungsschutzes oder des Kantons, die Seite der Stadt ist down), habe ich mal vorsichtshalber die Fenster geschlossen sowie Fernsehen und Radio eingeschaltet. Man denkt ja leicht an das Schlimmste, wenn man in der Nähe eines Kernkraftwerkes wohnt und amtlich ausgegebene Jodtabletten zur Grundausstattung des Haushalts gehören.

Um 23 Uhr dann in den Radionachrichten die halbwegs beruhigende Mitteilung, dass lediglich Hochwasseralarm ausgerufen wurde, da halb Bern mal wieder vor dem Absaufen steht. Bei dem Dauerregen der letzten Zeit war ja fast damit zu rechnen.

Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie vor zwei Jahren, als die Bewohner des Mattequartiers schliesslich mit Hubschraubern evakuiert werden mussten, weil die Strömung der durch die Strassen schiessenden Aare für Boote zu stark war.

Baustellentourismus

Die Innenstadt von Bern ist momentan eine einzige grosse Baustelle, unter anderem, weil der Bahnhofplatz inklusive aller Tramschienen erneuert wird. Dadurch wird der öffentliche Nahverkehr zum Abenteuer und die vielen Japaner, die hier auf ihrer Europatournee einen kurzen Zwischenstopp einlegen, können das Weltkulturerbe wohl auch nur beschränkt geniessen.

  • Heiliggeistkirche
  • Dreifaltigkeitskirche
  • Hauptbahnhof
  • Aussicht vom Bahnhof aus
  • Bundeshaus
  • Berner Münster
  • Käfigturm
  • Kunstmuseum

Und bis dahin muss das alles fertig sein:

Noch 351 Tage bis zur Fussball-EM

PS: Natürlich sind nicht alle Attraktionen von Bern eingerüstet. Untere Altstadt, Bärengraben (Erneuerung wurde gerade beschlossen), Zytglogge und Zentrum Paul Klee geben sich malerisch wie eh und je. Auch einen Besuch der Einstein-Ausstellung im Historischen Museum kann ich nur wärmstens empfehlen.

Pubs sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

Wie hoch wohl die Wahrscheinlichkeit ist, dass in einem englischen Pub in der Schweiz ausserhalb der Karnevalszeit Viva Colonia von den Höhnern gespielt wird und das überraschend junge Publikum auch noch fleissig mitsingt?

Ich habe jedenfalls gestern jeden Augenblick damit gerechnet, dass die Unterwäsche von jemandem einen Schritt nach links macht.

Die Frage des Abends

Warum gibt es hier bei IKEA eigentlich keine Röstzwiebeln und Gürkchen zum Hot Dog?

Gut, dass wir verglichen haben

Dieser Beitrag geht nach Norden in Richtung alte Heimat.

Falls ihr euch noch wundert, warum ich neben Mohnback (gibts hier gar nicht), auch Zahnpasta aus Deutschland mitgenommen habe:

Preis einer Tube Signal-Zahnpasta
in Deutschland: 0.79 EUR (wenn ich mich richtig erinnere),
in der Schweiz: 3.95 CHF = 2.46 EUR,
Preisdifferenz: 1.67 EUR bzw. 211%.

Beide Preisbeispiele betreffen "normale" Supermärkte und keine Discounter (Kaufland in D, Coop in CH). Hätte ich den Lidl-Preis genommen, wäre der Vergleich noch verheerender ausgefallen, und auch der momentan sehr starke Euro begünstigt den schweizer Preis durch die Umrechnung.

Ich bin gerne bereit, für gute Produkte mehr zu bezahlen, z.B. bei Fleisch und Eiern, aber dieser Preisunterschied bei einem europaweit vermarkteten Standardprodukt ist einfach unverschämt.

Panorama

Nach langer Zeit habe ich mal wieder mit der Panorama-Funktion meiner Kamera herumexperimentiert.

Bümpliz-Panorama

Aufnahmeort: Google Maps

Zusammengesetzt wurde das Panorama vollautomatisch mit AutoStitch.

Woran erkennt man, dass man in der Schweiz ist?

Zum Beispiel an dieser Anzeigetafel in den Bahnhöfen:

Alle Züge verkehren planmässig

Oder auch daran, dass eine um drei Minuten verspätete S-Bahn in einem Vorortbahnhof zu zwei Sonderdurchsagen führt und die SBB bei Verspätungen ihre Fahrgäste um Entschuldigung statt um Verständnis bittet.

Da könnte sich die Deutsche Bahn AG mal eine Scheibe von abschneiden.