Beiträge zum Thema „Medien”
Neues aus Mittelerde
Ob man beim Erscheinen eines Werkes eines seit 34 Jahren toten Autors wohl von einem neuen Buch sprechen kann?
Mit The Children of Hurin steht jedenfalls ab dem 17. April ein bislang unveröffentlichter Roman in den Buchhandlungen, der von J.R.R. Tolkien begonnen und von ihm bis zu seinem Tode 1973 bearbeitet wurde. Sein Sohn Christopher, der bereits Herausgeber des letzten Tolkien-Buches war (Das Silmarillion, 1977), hat die Geschichte nun zu Ende geschrieben und Alan Lee hat einige Zeichnungen dazu beigesteuert.
Der Independent, der allerdings nicht in der Lage war Tolkiens Todesjahr richtig anzugeben, spekuliert sogar schon über eine Verfilmung, auch wenn ansonsten zu der Handlung des Romans kaum etwas zu erfahren ist. Die Tolkien Society schreibt:
The tale of Túrin, his sister Nienor and the malice that Morgoth sets against them is a dramatic epic full of battles, intrigue, secrets and curses, elves, a full-size dragon and unfortunate chance meetings.
Túrin son of Húrin is well known among Tolkien readers as the man for whom everything goes wrong. He inherits a magic sword with a dark past, kills his best friend, accidentally triggers the destruction of one of the elf-kingdoms that shelters him ... it goes on from there. Readers with a view that Tolkien is somewhat "easy" on his characters in LotR will find this tale an antidote.
Erstaunlich, dass ich als Tolkien-Freund erst heute von diesem Werk erfahren habe, dafür ist es jetzt aber auch auf den Amazon-Wunschzettel gewandert.
Links zum Artikel "Neues aus Mittelerde":
- 27. März 2007 –
- Medien
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*Nerv*
Dinge, über die ich gerne mal einen Woche lang nichts im Fernsehen oder im Netz sehen würde:
Beim Klimawandel könnte man mal handeln, statt Presseerklärungen abzugeben, und im Fall des toten Kindes sollten erst mal die Ermittler ihre Arbeit machen, bevor der Betroffenheitsjournalismus zuschlägt.
Links zum Artikel "*Nerv*":
- 21. März 2007 –
- Medien
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Langsam und intensiv
Gerade aus dem Kino gekommen: The Good Shepherd.
Vorher keine Kritik gelesen und sowas ähnliches wie JFK oder Thirteen Days erwartet. Erwartung wurde nicht erfüllt, der Film hatte eher die Fazination eines langsam aber unaufhaltsam auf einen zukommenden Zuges. Matt Damon wurde über 20 Filmjahre hinweg nicht älter (Angelina Jolie schon) und meisterte jede Emotion mit seinem Standardgesicht.
Trotzdem ein interessanter Film - irgendwie.
Links zum Artikel "Langsam und intensiv":
- 12. März 2007 –
- Medien
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Im Focus
Eine beachtliche Zahl von Bloggern hat sich an diesem Wochenende mit dem neuen Internetauftritt des Magazins Focus auseinandergesetzt. Das fängt mit der Betrachtung journalistischer Aspekte bei Stefan Niggemeier an, geht mit der Begutachtung des neuen Designs (Design Tagebuch, Wortfeld) und eher allgemeinen Anmerkungen (turi2, Medienrauschen) weiter, und endet schliesslich bei den Webkrauts mit einem Blick in den Quelltext der in den letzten Wochen neu aufgelegten Newsseiten:
Viel Geld und viel Zeit wurde verbraucht, doch letztlich haben drei von vier Zeitungen versagt.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Links zum Artikel "Im Focus":
- 11. März 2007 –
- Medien · Webdesign
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Topaktuell
Heute, immerhin zwei Wochen nach Abschluss der Artikelserie, hat es die Diskussion über die Deutschenschwemme auch ins ARD-Nachtmagazin geschafft.
Da soll noch mal einer sagen, die Schweizer wären langsam.
Links zum Artikel "Topaktuell":
- 6. März 2007 –
- Medien
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Gewichtige Kampagnen
Während mir heute auf dem Weg zur Uni Plakate der Schweizerischen Adipositas-Stiftung begegnet sind, scheint kabel eins mit Übergewicht keine Probleme zu haben.
Passend zur Fastenzeit wird mit Bildern von riesigen Essensportionen Werbung für die kommende Food-Woche [sic!] gemacht:
Ob Mega-Schnitzel, Luxus-Essen, XXL-Pizzen oder Fische, die über den Tellerrand lappen: Die "Food"-Woche bei kabel eins entführt die Zuschauer auf eine kulinarische Entdeckungsreise der Superlative!
Ich werde auf jeden Fall am Dienstag einschalten, wenn das Magazin BIZZ die Frage "Lohnen sich 'All you can eat'-Angebote?" mit vollem investigativen Einsatz endgültig klären wird.
Mahlzeit!
Links zum Artikel "Gewichtige Kampagnen":
- 2. März 2007 –
- Medien
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Paris, je t’aime
Im Rahmen einer Reihe über "FilmemacherInnen heute" im Kino im Kunstmuseum habe ich gestern zusammen mit einer Kollegin Paris, je t’aime gesehen.
Vor Beginn des Films wurde dieses Dia eingeblendet, über das wir beide fünf Minuten gerätselt haben, in einem Kunstmuseum rechnet man schliesslich mit allem:
Der Groschen ist schliesslich ziemlich lautstark gefallen ;-)
Der Film selbst, eine Aneinanderreihung von 18 "Nachbarschaftsromanzen", realisiert von 21 Regisseuren, war sehr fesselnd. Ich hatte vorher quasi gar nichts über ihn gehört, ausser dass einer der Kurzfilme von den Coen-Brüdern gedreht wurde. Eigentlich habe ich ihn mir nur angeschaut, um rauszubekommen, ob sie Steve Buscemi auch hier wieder umbringen werden. Im Nachhinein war es wahrscheinlich ein echter Vorteil, völlig unvorbereitet in den Film zu gehen und so wirklich alle Überraschungen und Wendungen der Kurzgeschichten auskosten zu können.
Natürlich waren nicht alle Beiträge wirklich hochklassig, gleich der erste und schliesslich auch der letzte waren ziemlich schwach und die Pantomimen konnten mich ebenfalls nicht überzeugen. Aber insgesamt war es ein wirklich intensives Kinoerlebnis: Nick Nolte glänzte in seiner Rolle, ebenso natürlich der schweigende Steve Buscemi, und das Zusammenspiel zwischen Gena Rowlands und Ben Gazzara als Ehepaar kurz vor der Scheidung war einfach grossartig. Auch die bei den Fünf Filmfreunden (Spoiler) als zu sehr moraliserend bezeichnete Episode Place des Fêtes hat mich im Kino sehr berührt, insbesondere, da erst nach und nach klar wurde, um was es eigentlich geht. Der bizarre Kurzfilm mit Elijah Wood und der Vampirette hätte meiner Meinung nach auch von seinem Namensvetter Ed Wood gedreht sein können. Trash vom feinsten.
Wir haben den Film im Originalton gesehen, in dem er sehr vom fliegenden Wechsel zwischen Französisch und Englisch profitiert. Man kann nur hoffen, dass die Deutsche Synchronfassung etwas taugt.
Eine klare Empfehlung für einen starken Kinoabend fernab von den üblichen Hollywood-Schinken: Paris, je t’aime.
Links zum Artikel "Paris, je t’aime":
Klare Abgrenzung
Ausriss aus der Gratiszeitung heute vom 28.02.2007:
Da habe ich aber noch mal Glück gehabt, dass ich so gerade eben noch zur Zielgruppe gehöre.
Ob ich da wirklich Wert drauf lege, ist allerdings eine andere Frage.
Links zum Artikel "Klare Abgrenzung":
Nostalgischer Oscar
In diesem Jahr ist ja der Einstieg in die Oscar-Show nicht ganz so spannend gewesen, das war vor drei Jahren mit Billy Crystal als Gastgeber noch deutlich spektakulärer:
2004 war übrigens das Jahr, in dem Der Herr der Ringe ganz gross absahnte. Lord of the Rings: The Return of the King gewann in allen Kategorien, für die der Film nominiert war, und kam so auf insgesamt 11 Oscars. Überhaupt war es ein ziemlich starkes Kinojahr. Wer alle im Trailer parodierten Filme erkennt, bekommt von mir einen Gummipunkt. ;-)
Links zum Artikel "Nostalgischer Oscar":
Nochmal Oscar
Eigentlich wollte ich heute ja noch was über die Oscar-Verleihung bloggen, aber freundlicherweise hat mir Batzman von den Fünf Filmfreunden das mit seiner zusammenfassenden Kritik schon abgenommen. Besser hätte ich es auch nicht schreiben können.
Mein persönlicher Höhepunkt war die Dankesrede von Helen Mirren (Beste Hauptdarstellerin in The Queen), die sich bei Elizabeth Windsor (sic!) bedankte:
„Now you know for 50 years and more, Elizabeth Windsor has maintained her dignity, her sense of duty, and her hairstyle. She's had her feet planted firmly on the ground, her hat on her head, her handbag on her arm and she's weathered many, many storms, and I salute her courage and her consistency. And I thank her because if it wasn't for her, I most, most certainly would not be here.“
Die Dankesreden kann man übrigens auf der Seite zum Spektakel nachlesen.