Beiträge zum Thema „Medien”
Alles neu macht der Mai
Der Frühjahrsputz bei den grossen Newsseiten scheint immer noch nicht abgeschlossen zu sein, jetzt hat es die Zeit erwischt. Das Design Tagebuch hat sich schon den gestalterischen Aspekten gewidmet, mal schauen, ob der immer noch ziemlich seltsame Quelltext demnächst im Trash Log erwähnt wird. (Nachtrag: Im Trash Log gibt es mittlerweile einen entsprechenden Artikel.)
Für mich als Nutzer bedeutet so eine gravierende Umstellung einer meiner Stammseiten zunächst einmal, dass die userContent.css angepasst werden muss, damit die Artikel wieder besser lesbar werden.
Grundsätzlich sind mir die Schriftgrösse und die Spaltenbreite auf den meissten Newsseiten zu klein, weshalb beide angepasst werden. Auf Teile der Navigation kann ich dabei gerne verzichten, da ich die Seite fast ausschliesslich über den Feedreader betrete. Um die Werbung kümmert sich Adblock, der störende graue Hintergrund wird ebenfalls über die userContent.css entfernt. Das Ergebnis entspricht dann schon eher dem, was ich persönlich unter einer gut lesbaren Internetseite verstehe.
Ich bin immer wieder begeistert davon, wie einfach es mit dem Firefox und ein paar Grundkenntnissen in HTML und CSS ist, "das Internet" seinen eigenen Bedürfnissen anzupassen.
Zusätzlicher Code in der userContent.css:
@-moz-document domain(www.zeit.de) {
body {
background:white !important;
}
#content .inner {
background-color:white;
background-image:none;
position:absolute;
left:0;
width:50em !important;
z-index:100;
font-size:18px;
margin:0 !important;
padding-left:3em !important;
}
}
Update (08.03.2008):
Das an das aktuelle Layout der Zeit angepasste Benutzerstylesheet findet sich in den Kommentaren.
Links zum Artikel "Alles neu macht der Mai":
- 15. Mai 2007 –
- Medien · Webdesign
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Leider nur ein Freudscher Fehler
Selbst beim eigentlich eher regierungsfreundlichen Sender CNN scheint die schlechte Stimmung durchzuschlagen.
Quelle: mediabistro
Links zum Artikel "Leider nur ein Freudscher Fehler":
A propos Qualitätsjournalismus
Heute im Feedreader:
Ich frage mich ja, warum der so verlinkte Artikel eine ganz andere Überschrift trägt. War diese dem zuständigen Redakteur doch zu peinlich?
Links zum Artikel "A propos Qualitätsjournalismus":
- 7. Mai 2007 –
- Medien
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Neu im Angebot
Hier ein Suchbild aus der Rubrik Was passt nicht dazu?"
:
Ausschnitt aus heise online
Richtig, ein IT-Fachverlag bringt eine neue Seite zum Thema "Autos" heraus.
Entwickelt sich Heise nun endgültig zum Gemischtwarenladen, oder ist es vielleicht geschicktes Cross-Marketing? Der PC-Freak, der sich mit Hilfe der c't seinen neuen Rechner zusammengestellt hat, wird nach einer Runde Test Drive (zu beziehen über heisetreff oder den heise-Preisvergleich) sicher gleich die nächste Mercedes-Vertretung stürmen, um sich in den von heise Autos empfohlenen SLR McLaren Roadster zu schwingen.
Irgendwie erinnern mich die Entwicklungen bei dem sympathischen Verlag aus Hannover an die grosse Zeit von Edzard Reuter bei Daimler-Benz, der auch auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzte. Das Ergebnis ist bekannt.
Der Quelltext der neuen Seite wurde bereits im Trash Log angesprochen. Positiv sei zu vermerken, dass er neben 52 Fehlern auch eine Doctype-Angabe besitzt (HTML 4.01 strict) und der Gebrauch von Layout-Tabellen zurückgegangen ist. Im Vergleich zu dem der anderen Heise-Seiten ist er also regelrecht modern.
Links zum Artikel "Neu im Angebot":
- 4. Mai 2007 –
- Medien
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Untergeschoben
Manchmal kann eine etwas ungenaue Übersetzung auch zu ernsten Konsequenzen führen. Der Fernsehtechniker, der Sarkozy im französischen Wahlkampf die Aufforderung
"Kämpft für mein aufgeblasenes Ego!"
in den Untertitel geschrieben hat, ist seinen Job jedenfalls los.
Dabei hat der Techniker doch nur offengelegt, was Sarkozy gemeint hat, aber scheinbar nicht zu sagen wagte. Und für so einen nutzbringenden Zusatzservice wird er dann gefeuert …
Ich wäre ja dafür, den Mann in Zukunft alle Politikerreden untertiteln zu lassen.
Links zum Artikel "Untergeschoben":
Blogkritik
Die Beziehung zwischen klassischen Medien und der Blogosphäre ist von gegenseitigen Spannungen geprägt. Während die einen meinen, in Blogs vor allem BlaBla zu finden, beklagen die anderen den Niedergang des Qualitätsjournalsimus.
Für beide Standpunkte lassen sich Belege finden, viele Blogs haben zum Beispiel gar nicht den Anspruch, journalistisch tätig zu sein. Auch wenn innerhalb dieser Internetveranstaltung bislang keine Katzenbilder zu sehen gewesen sind, fällt es sicher ebenfalls in die Gruppe der global gesehen eher belanglosen Blogs. Die Verallgemeinerung auf beiden Seiten ist mir mittlerweile etwas suspekt. Wenn "die Grossen" der Blogosphäre über Blogs reden, ist oft alles sehr relevant und wichtig und stellt einen grossen Schritt auf dem Weg in die Medienzukunft dar. Ich weiss nicht, ob ich mich da als Anfänger mit meinem Verständnis von einem Blog wiederfinde. Ich blogge nicht, weil ich die Welt verändern will, sondern weil es mir Spass macht.
Aufgrund der Vielfalt an Blogs ist die generelle Kritik an ihnen, wie sie gelegentlich in den klassischen Medien geäussert wird, oft ziemlich unangebracht. Journalistisch angehauchte Seiten wie den Spiegelfechter mit Blogs wie diesem hier in eine Tonne zu werfen, entspricht ungefähr dem Gruppieren der F.A.Z. mit einer Schülerzeitung. F.A.Z. und Schülerzeitung haben ganz andere Zielgruppen, eine ganz andere Motivation und einen ganz anderen Rechtfertigungsdruck betreffend der Relevanz ihrer Inhalte.
Warum ich diese unausgegorenen Gedanken zu Tastatur gebracht habe? Weil ich gerade mal wieder über ein Beispiel für guten Journalismus gestolpert bin. Solche Artikel wird man selten in einem Blog lesen und gerade darin liegt die Stärke der klassischen Medienunternehmen. Ihre Zukunft liegt aber sicher nicht im Miesmachen der vermeintlichen Konkurrenz aus dem Internet.
Links zum Artikel "Blogkritik":
- 30. April 2007 –
- Medien
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Cold war reloaded?
Wie schnell Politiker doch in die Terminologie des kalten Krieges zurückfallen können:
The idea that somehow 10 interceptors and a few radars in eastern Europe are going to threaten the Soviet strategic deterrent is purely ludicrous and everybody knows it.
Na, aufgefallen?
Interessant ist auch, dass der Versprecher in den meissten deutschen Nachrichtensendungen bei der Übersetzung kommentarlos korrigiert wurde. Das grenzt für mich schon an Falschinformation.
Links zum Artikel "Cold war reloaded?":
Das abgehängte Prekariat
Könnte mir mal bitte jemand diesen SPON-Artikel erklären?
Irgendwie geht es darin um eine Studie, in der die Einstellung der "neuen Unterschicht" untersucht wurde. Nur wird die Studie nicht verlinkt und Zahlen aus ihr werden auch nicht präsentiert. Es scheint sich vielmehr um die subjektive Zusammenfassung eines Professors zu halten, vom Spiegel-online-Team mit einem hübschen Bild von einem Arschgeweih Tattoo am unteren Rücken garniert.
Mal ein kleiner Ausschnitt:
Und dass die unzweifelhaft bedrückende soziale Lage der Prekarisierten in diesem Land bemerkenswert geringe altruistische oder solidarische Zuwendungen hervorruft, hat gewiss mit eben dieser subjektiven, lebensstilistischen Seite des Problems zu tun.
Der Satz hat mir so gut gefallen, dass ich ihn gleich mehrfach gelesen habe. Wenn sich wenigstens irgendwo Hintergrundinfos oder harte Fakten finden lassen würden ...
Ich geh jetzt erst mal zur Wikipedia und schau nach, was "Prekariat" überhaupt bedeutet.
Links zum Artikel "Das abgehängte Prekariat":
- 23. April 2007 –
- Medien
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Programmänderung
Kabel eins hat heute, wahrscheinlich wegen des Amoklaufs an der Verginia Tech, das Programm geändert. Statt Teaching Mrs. Tingle läuft gerade Boomerang.
Der eigentlich geplante Film scheint wirklich unter keinem guten Stern zu stehen:
Leider wurde der D-Start 1999 überschattet von einem Amoklauf an einer US-Highschool, weshalb die Marketingmaschinerie zurückgefahren und der Kinostart verschoben werden musste.
Gemeint ist das Massaker an der Columbine High School, das bis vorgestern die schlimmste Schiesserei an einer amerikanischen Schule darstellte. 
Links zum Artikel "Programmänderung":
- 18. April 2007 –
- Medien
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Knut
Langsam wird’s lächerlich: Knut - Ein spätes Opfer der Treuhand
Mein Mitgefühl gilt den 541 jungen Berlinern, die sich den Rest ihres Lebens mit diesem Namen rumschlagen müssen. So eine leise Hoffnung habe ich ja noch, dass der entsprechende Blogeintrag doch ein Aprilscherz war.
Weiteres zum Thema:
- Eisbär Knut bekommt eigene Sendung im Ersten
- Knutflut
- Vorheriger Beitrag im Blog: *Nerv*
Links zum Artikel "Knut":
- 2. April 2007 –
- Medien
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