Monatsarchiv September 2008
Rundum mobil
Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich das beste Auto der Welt fahre?
Das würde ich in Deutschland echt vermissen.
Links zum Artikel "Rundum mobil":
Ruinaulta – Die Rheinschlucht in Graubünden
Nach der grossen Bahntour im letzten Winter hatte ich ja schon von der Rheinschlucht bei Chur geschwärmt, am letzten Wochenende haben wir es endlich geschafft, sie in näheren Augenschein zu nehmen.
Die Wanderung begann in Valendas und führte zunächst den Vorderrhein entlang. Auf diesem relativ flachen Teilstück habe ich mich immer mal wieder an meine Tour durch die US-Nationalparks erinnert. Die Amis hätten aus dem imposanten Rheintal sicher einen Nationalpark gemacht, den dann keiner besucht hätte, weil er nicht mit dem Auto zu erreichen wäre.
Hinter Versam wurde der Fluss überquert und es folgte der steile Aufstieg auf den Flimser Bergsturz. Belohnt wurde die Anstrengung mit der fantastischen Aussicht von der Aussichtsplattform bei Conn. Leider war um 16 Uhr im nahe gelegenen Ausflugslokal schon der ganze Kuchenvorrat aufgegessen worden. :-(
Durch einen wirklich malerischen Wald, in dem man auch den ersten Teil des Herrn der Ringe hätte drehen können, ging es abschliessend nach Flims Waldhaus. Auf der Postautofahrt nach Chur wurden wir dann noch fom Ballonfest in Flims überrascht. So viele Heissluftballons auf Hausdachhöhe hatte ich vorher auch noch nicht gesehen.
- Wegbeschreibung: wandersite.ch
- Karte zur Wanderung: Google-Maps
Links zum Artikel "Ruinaulta – Die Rheinschlucht in Graubünden":
Betreibungsauskunft Bern
Eine Betreibungsauskunft, die offiziell Auszug aus dem Betreibungsregister
heisst, bekommt man in Bern von den freundlichen Mitarbeiterinnen der Registratur des Betreibungsamtes in der Speichergasse 12.
Die Dienststelle hat unter der Woche bis 17 Uhr geöffnet.
Dieser Kurzbeitrag ist eine kostenlose Dienstleistung für alle Leute, die diese Information auch gerne im Netz gefunden hätten/finden würden/gefunden haben werden.
Links zum Artikel "Betreibungsauskunft Bern":
Battlestar ZDF
Wenn bei einer Dokumentation über die heißesten Momente des Kalten Krieges
auf einmal ein paar Takte Battlestar Galactica durchklingen, finde ich das schon irgendwie geschmacklos.
Andererseits ist es eine schöne Metapher für die Situation der ZDF-Geschichtssendungen in der Ära Guido Knopp.
Links zum Artikel "Battlestar ZDF":
Tagesbilanz
- 2x vor verschlossener Ladentür gestanden.
- 2x wegen zu utopischer Preisvorstellungen ein Geschäft verlassen.
- 1x im Baumarkt vor leerem Regal gestanden.
- 1x im falschen Zug gesessen.
- 1x in der grossen Stadt endlich einen Kettennieter erstanden.
- 1x einen kleinen Hund über den Haufen gelaufen.
- 1x nach Ladenschluss festgestellt, dass sich Treibgas nicht ewig hält und das Kettenöl ohne nicht aus seiner Dose kommen mag.
- 4x vergessen an die Velovignette zu denken.
Jetzt weiss ich wieder, warum ich die Fahrradreparaturaktion so lange aufgeschoben habe.
Links zum Artikel "Tagesbilanz":
Gehacktes bei Spiegel online
Wenn ich am LHC forschen würde, wüsste ich nicht, ob ich mich über die Medien amüsieren oder grün und blau ärgern sollte.
An „Gottesteilchen“, „Urknall-Maschine“ und ähnlichen Quark hätte ich mich bestimmt mittlerweile gewöhnt, aber wie reagiert man angemessen auf den neusten Coup Deutschlands beliebtester Boulevard-Internetseite?
Spiegel online (Screenshot vom 13.09.)
Wenn man diesen Bericht aus dem Spiegel-Wissenschaftsressort(!) mit der entsprechenden Heise-Meldung vergleicht, kann man sich bloss fragen, ob die beim Spiegel wirklich so doof oder einfach nur unverantwortlich sind.
Ich glaube, ich würde mich für das Ärgern entscheiden.
Update (14.09.2008):
Der Angestellte mit funktionierendem Bullshit-Detektor muss den Dienst angetreten haben, mittlerweile hat auch bei Spiegel online das Wörtchen Website
den Weg in den Artikel gefunden. Die Stellungnahme des CERNs zum Vorfall fehlt aber immer noch.
Ältere Blogeinträge zum LHC:
Links zum Artikel "Gehacktes bei Spiegel online":
Zuschlag schlecht, Rabatt gut?
Seehofer sagte, ein Blick auf die Tarifstrukturen in anderen Ländern wie Österreich, Schweiz, Spanien oder Frankreich zeige, dass keines einen Bedienzuschlag von seinen Kunden verlange.
„Vorgesehen ist eher das Umgekehrte, nämlich statt eines Zuschlags bei Bedienung am Schalter wird ein Rabatt gewährt, wenn die Kunden selbst buchen, zum Beispiel am Automaten oder per Internet“, sagte Seehofer.
Könnte mir mal jemand den Unterschied zwischen einem Bedienzuschlag von 2,50 Euro und einer allgemeinen Preiserhöhung mit anschliessendem 2,50-Euro-Automatenrabatt erklären?
Warum das eine ganz schlimm und das andere kein Problem sein soll, verstehe ich nicht so ganz.
Überhaupt wäre der Bedienzuschlag in meinen Augen kein grosses Problem, wenn es überall gut funktionierende Automaten gäbe, die genau die gleichen Leistungen wie die Schalterangestellten erbringen würden. Dazu gehört auch die problemlose Annahme von Geldscheinen und Kreditkarten unabhängig vom Fahrpreis oder Verkehrsverbund sowie der Verkauf aller Spezialfahrscheine mit allen Rabatten.
Als ich das erste Mal vom Bedienzuschlag gehört habe, konnte ich mir Bewunderung für das Konzept nicht verkneifen: Erst werden die Fahrpreise immer komplizierter und mit einem Geflecht von mehr oder weniger regionalen Sondertarifen überzogen, und dann wird für die Führung durch den selbstverschuldeten Tarifdschungel auch noch eine Gebühr erhoben. Dass zwischenzeitlich Ausnahmeregelungen für den Bedienzuschlag diskutiert wurden [1], hat in dieses Bild auch perfekt hineingepasst.
Vielleicht sollten die Bahnmanager öfter mal ein Küsschen bekommen.
[1] Nicht zu erheben von Senioren mit Bahncard 100 zwischen 6 und 8 Uhr morgens am 29. Februar.
Disclaimer: Ich gehe gerne zu meinem Vorortbahnhof um dort Fahrkarten zu kaufen oder Samstag abends noch schnell eine Frage zur Reiseroute für die nächste Wanderung zu klären.
Links zum Artikel "Zuschlag schlecht, Rabatt gut?":
Apropos Schriftarten
Ich finde es schon spannend, dass Safari offensichtlich seine eigenen Schriften mitbringt, die von ihm unabhängig von den Systemschriften verwendet werden.
Safari 3.1/Win stellt momentan das Blog auch auf Windows-Rechnern mit der Lucida Grande dar, während die anderen Browser mit dieser Schriftartangabe nichts anfangen können und auf Arial zurückfallen.
Leider sieht die Microsoft-Alternative Lucida Sans Unicode, die auch die anderen Browser auf meinem System kennen, vergleichsweise hässlich aus und wird daher nicht zum Einsatz kommen.
Mehr zur Lucida und ihrem Problem mit Kursiven bei Gerrit, dem ich nicht zuletzt wegen seiner wirklich guten Artikel viel Glück beim Befreiphone-Gewinnen wünsche: Gute Lucida, schlechte Lucida.
- Lucida Grande
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- Lucida Sans Unicode
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- Lucida Sans
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- Arial
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Auf den meisten Windows-Systemen dürfte der erste Block in Arial dargestellt werden, erst mit Safari sieht man den Unterschied. Ist Safari installiert, findet man die Lucida Grande im Ordner Safari.resources im Installationsverzeichnis und kann sie natürlich auch den Systemschriften hinzufügen.
Links zum Artikel "Apropos Schriftarten":
Bitte um Mithilfe
Da ich mich partout nicht entscheiden kann, ob die Schrift hier im Blog zu gross, zu klein, oder angemessen ist, habe ich einfach mal eine Umfrage gestartet.
Da ich schon so viel an meinen Browsern herumgedreht habe, traue ich mir einfach keine unvoreingenommene Meinung mehr zu. ;-)
Links zum Artikel "Bitte um Mithilfe":
setAttribute, onclick und ein alter Bekannter
Ich habe momentan ein leichtes Déjà -vu-Erlebnis, das mich ein paar Jahre zurückwirft.
Als ich damals begann mich für HTML und CSS zu interessieren, fand ich die Möglichkeiten beider Sprachen faszinierend und das Konzept der Trennung von Inhalt und Layout einleuchtend. Der erste Tatendrang wurde zeitweise nur durch eine Software aus dem fernen Redmond gebremst: den Internet Explorer.
Version sechs verhielt sich oft anders, als man das angesichts des Codes erwarten sollte. Schnell war klar, dass das nicht nur am anfängerhaften Code sondern auch und vor allem am veralteten Browser lag und mit der Zeit und einigen Internetrecherchen lernte ich manche Eigenheiten des IE kennen. Begriffe wie „Star-HTML-Hack“ und „hasLayout“ verloren ihre Schrecken und so wurden Layouts möglich, die auch im im IE 6 und seinem grossen Bruder IE 7 akzeptabel aussehen.
Nun stehe ich mit JavaScript wieder am Anfang einer neuen Websprache und was soll ich sagen: Die Probleme sind ähnlich. Es gibt recht klare und einleuchtende Konzepte, die in der Praxis am IE scheitern.
So gibt es etwa die setAttribute-Methode, die einem Knoten ein Attribut zuweisen kann. Einem Link kann beispielsweise mit linkknoten.setAttribute("class","externer"); die Klasse „externer“ zugeteilt werden, die man mit der komplementären getAttribute-Methode auch wieder auslesen kann. Mit der gleichen Syntax könnte der Link auch noch href- und title-Attribute bekommen, bevor er schliesslich in den Dokumentenbaum eingehängt wird. setAttribute ist universell einsetzbar und hat eine leicht zu merkende Syntax, warum sollte man sich für das Setzen und Auslesen von Klassen noch mit dem Wissen um die vergleichsweise spezielle className-Eigenschaft eines Knotens belasten müssen?
Ganz einfach: Weil der Internet Explorer in seinen beiden am weitesten verbreiteten Inkarnationen nicht zuverlässig damit klar kommt.
Durch setAttribute gesetzte Klassen, die der IE-DOM-Inspektor auch sieht, werden dann auf einmal vom CSS nicht beachtet oder Klassennamen werden nicht korrekt ausgelesen, weshalb das betreffende Script dann natürlich nicht im IE funktioniert.
Genau das gleiche Problem existiert im IE bei der Behandlung des onclick-Attribut, auf das man verzichten und stattdessen knotenname.onclick = function(){}; einsetzen sollte.
Dummerweise stand das nicht in meinem ansonsten wirklich genialen Lehrbuch, was mir einige Stunden Gefluche mit meinem Lieblingsbrowser eingebracht hat. Bei einem so diffusen Problembild war meine Webrecherche erfolglos, und auf die Idee, bei SELFHTML ausgerechnet bei setAttribute nachzuschlagen um dort eine eindringliche Warnung inklusive Erklärung des Phänomens zu finden, bin ich leider nicht gekommen. So brachte erst ein beiläufiger Hinweis in einem JavaScript-Cheatsheet die Erleuchtung.
Und damit Google in Zukunft eine Stelle mehr im Web findet, die von Anfängerproblemen mit JavaScript, Klassen, Event-Handlern und dem Internet Explorer berichtet, habe ich diesen kleinen Beitrag verfasst.
