Ein Gütesiegel für Qualitätsjournalismus?
So ganz verstehe ich ja nicht, warum immer wieder ein Konflikt zwischen klassischen Medien und den Publikationsformen im Internet herbeigeschrieben werden muss.
Es gibt in beiden Bereichen absolut hochwertige Angebote und echten Schund, jeder Bildblogleser wird sich das Lachen bei folgender Aussage kaum verkneifen können:
Was schwarz auf weiß gedruckt ist, kann man in der Regel glauben. Hinter solchen Publikationen stehen Journalisten, die sich einem Berufsethos verpflichtet fühlen und über die Chefredakteure wachen. So ist die Qualität von Berichterstattung und Analyse sicher gestellt. Im Internet weiß man oft nicht genau, ob die veröffentlichten Artikel wirklich stimmen.
Es spricht prinzipiell nichts gegen das Gütesiegel für Qualitätsangebote, welches im taz-Artikel gefordert wird, solange es für alle Publikationsformen greift.
Wie wohl Bildzeitung und Frisörpublikationen mit der Verweigerung des Siegels umgehen würden?
Links zum Artikel "Ein Gütesiegel für Qualitätsjournalismus?":
- 10. März 2008 –
- Medien
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Soviel zum Berufsethos :D
Herrje, ist das peinlich.
Gestellte Qualität? Bestimmt, wenn man in der Schule nicht aufpasst, muss man als Qualitätsjournalist ein wenig improvisieren.
Passend zum Thema die Selbstbeurteilung von Springer-Vorstand Andreas Wiele:
Vielleicht müsste ich doch mal eine Rubrik für Realsatire einrichten, da könnte man sich momentan auch hervorragend über die SPD auslassen …
Fragt sich ja auch, wer den der Oberqualitätssigelvergeber sein soll? Wer setzt denn dann den Maßstab? Die TAZ? Das Blatt, das oft genug die Tatsachen so verbiegt – resp. recherchiert und berichtet, dass sie in sein linkslastiges Selbstherrlichkeitsweltbild passen. ;)