Schock in der Abendstunde - Zapps Blog

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Schock in der Abendstunde

Vor einer halben Stunde sind hier die Sirenen losgegangen. Während des Rätselratens über die Ursache (bezeichnenderweise finden sich die Bedeutungen der Alarmtöne eher in der Wikipedia als auf den Seiten des Bevölkerungsschutzes oder des Kantons, die Seite der Stadt ist down), habe ich mal vorsichtshalber die Fenster geschlossen sowie Fernsehen und Radio eingeschaltet. Man denkt ja leicht an das Schlimmste, wenn man in der Nähe eines Kernkraftwerkes wohnt und amtlich ausgegebene Jodtabletten zur Grundausstattung des Haushalts gehören.

Um 23 Uhr dann in den Radionachrichten die halbwegs beruhigende Mitteilung, dass lediglich Hochwasseralarm ausgerufen wurde, da halb Bern mal wieder vor dem Absaufen steht. Bei dem Dauerregen der letzten Zeit war ja fast damit zu rechnen.

Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie vor zwei Jahren, als die Bewohner des Mattequartiers schliesslich mit Hubschraubern evakuiert werden mussten, weil die Strömung der durch die Strassen schiessenden Aare für Boote zu stark war.


Kommentare:

  1. 1 · reizzwecke am 9. August 2007, 01:35 Uhr

    Um Himmels Willen – Du machst mir Angst! Gib mir Deine Adresse, ich hol Dich da raus….
    Ach – ich habe Deine Adresse doch noch irgendwo <such> gibt es an dem Haus wo Du wohnst ‘n Haken oder so, wo ich das Boot festmachen kann?

    Nee, im Ernst: DEN Schreck will ich nicht bekommen. Drücke Euch die Daumen, dass es schnell vorbei geht und nicht schlimm wird.


  2. 2 · Zapp am 9. August 2007, 08:59 Uhr

    Da wirst du aber mächtig gegen die Aare anrudern müssen. ;-)

    Nee, im Ernst: Zumindest die Stadt Bern scheint momentan mit einem blauen Auge davon zu kommen, bis jetzt greifen die Schutzmassnahmen. Ich wohne aber eh hoch genug und weit genug weg vom Fluss.

    In anderen Regionen der Schweiz scheint es etwas mehr drunter und drüber zu gehen, in Richtung Rhein werden noch steigende Pegelstände erwartet. Die deutschen Rheinanlieger können sich schon mal auf was gefasst machen, es regnet hier immer noch und das ganze Wasser fliesst jetzt in ihre Richtung ab.

    Einen schönen Eindruck von der Lage vermittelt indirekt die Störungskarte der SBB, in der Nacht hat die BLS dazu aufgerufen, die S-Bahn Bern nicht mehr zu benutzen, da sie nach Erdrutschen immer wieder kurzfristig neue Strecken sperren mussten.

    Im Moment würde ich eher nicht in bzw. durch die Nordschweiz in den Urlaub fahren.


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