Wie bitte?
Manchmal komme ich mir schon etwas vor wie im falschen Film.
Zum Beispiel bei der Lektüre dieses Golem-Artikels:
USA: Neue Vorschriften erschweren Handel mit gebrauchten CDs
… Besonders hart getroffen von den neuen Vorschriften werden Betreiber von Second-Hand-Shops in Florida, die mit gebrauchten Musik-CDs handeln. Sie müssen eine Erlaubnis beantragen, 10.000 US-Dollar Kaution hinterlegen, beim Ankauf von gebrauchten Musik-CDs den Daumenabdruck des Verkäufers abnehmen und die Kopie eines amtlichen Ausweises (beispielsweise Führerschein) anfertigen. Die eingekaufte Ware dürfen sie nicht mehr bar bezahlen; stattdessen dürfen sie nur noch einen Gutschein zum Tausch gegen Waren aus ihrem Laden ausgeben. Eingekaufte Waren müssen sie darüber hinaus 90 Tage lang aufbewahren, bevor sie sie wieder verkaufen dürfen. …
Biometrische Erfassung beim CD-Verkauf? Mit der Freiheit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geht es offensichtlich auch abseits jeder Terror-Diskussion bergab.
Halbwegs zum Thema "interessante Rechtsauslegung" passt auch die Geschichte von der Auslieferung eines Australiers an die USA wegen Copyright-Verstössen (in Deutschland steht dem immerhin Artikel 16 Abs. 2 GG entgegen) sowie die Ansicht des Berliner Oberstaatsanwalts, dass er sich seine eigenen Gesetze backen kann.