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Komasaufen kann teuer werden

Schon gewusst? Nach §20 Nr. 2 Gaststättengesetz ist es in Deutschland verboten,

in Ausübung eines Gewerbes alkoholische Getränke an erkennbar Betrunkene zu verabreichen.

Scheinbar haben die Ordnungsämter diese Einkommensmöglichkeit bislang nicht erkannt, aber nach der momentanen Diskussion ums Komasaufen könnte sich das jetzt ja ändern.

Das Gaststättengesetz ist nach der Föderalismusreform 2006 übrigens Ländersache, das zitierte Bundesgesetz gilt nur noch übergangsweise. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Bayern auch diese Regelung etwas liberaler angehen wird, sonst dürfte es bei konsequenter Anwendung zu massiven Einnahmeausfällen beim Oktoberfest kommen.


Kommentare:

  1. 1 · reizzwecke am 1. April 2007, 01:54 Uhr

    Hi,
    seltsam ist, dass jetzt auf einmal dieses Gesetz hervorgekramt wird.
    Ich habe in ddr Kellnerin gelernt (heute heisst das “Restaurantfachfrau” – klingt natürlich besser ;) )Da haben wir das schon beigebracht bekommen, dass man an angetrunkene Personen nix mehr ausschenken darf. Unser Freund Benecke hatte das heute auch zum Thema – auf seine Weise :-)
    In 166 und 1/4 Stunden darf ich auch wieder Alkohol zu mir nehmen. Und Schokolade essen! Ob es auch sowas wie Koma-Schokoladeessen gibt?

    Meinst Du, dass das mit dem Rauchverbot auch im Bierzelt durchgezogen wird? Mir wärs recht, auch wenn ich noch nie beim Oktoberfest war.

    Wird wohl so werden werden wie mit allen Sachen und Verordnungen und Gesetzen, die uns überkommen sollen:
    Zuerst wird ein Gerücht heftig dementiert, das es nie gegeben hat. Dadurch ist das Thema erst einmal geschaffen. Dann streiten sich die Parteien so lange, bis die Leute so abgestumpft sind, dass sie das Thema einfach nicht mehr hören können. Dann ist es schon ganz einfach die Sache nun durchzuziehen und keiner merkts, dass es eigentlich das ist, was ja keiner wollte…

    Ach, ich geh jetzt mal. Muss mich morgen mit Unternehmern treffen. Visitenkarten verteilen *g*


  2. 2 · Zapp am 1. April 2007, 12:13 Uhr

    Ich denke, dass vielen Nicht-Fachleuten das Gesetz gar nicht bekannt ist. Ich hatte vor einem taz-Artikel auch noch nie etwas davon gehört und die Lebenserfahrung sagt einem auch, dass diese Regelung nicht immer wirklich ernst genommen wird.
    Letztlich zeigt das Vorhandensein des Gesetzes eigentlich nur, dass neue Regelungen unnötig sind, wenn bestehende einfach nur durchgesetzt werden würden. Dann dürften kommerzielle Flatrate-Partys eigentlich schon heute unmöglich sein.
    Dass man mit Verboten das Problem selbst nicht löst (wie ja auch Benecke sagt) ist klar, privat kann man sich schliesslich immer die Birne zusaufen. Letztlich hilft wirklich nur Prävention und Aufklärung.
    Notiz am Rande: Die grosse Organisation, die sich in der Schweiz mit dem Thema Drogen und Abhängigkeit beschäftigt, heisst Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme. Schöne Gewichtung, wie ich finde.

    Zum Rauchen im Bierzelt: Keine Ahnung, mit der bayrischen Ausnahmeregelung kann ich als relativ toleranter Nichtraucher gut leben. Aber ich bin auch kein so grosser Grossveranstaltungsbierzeltfan und habe mal eine sehr lustige Bahnfahrt mit einem Haufen junger Kanadier gehabt, die auf dem Weg nach München waren und überhaupt nicht verstanden haben, warum ich noch nie auf dem Oktoberfest war. Einmal Cannstatter Wasen hat mir bislang gereicht. In irgendeinem Interview meinte mal jemand, dass das Rauchen in der Öffentlichkeit langfristig so unüblich wird, dass sich das “Problem” von selbst löst.

    Die Komagefahr beim Schokoladeessen besteht eher am Morgen danach beim Blick auf die Waage ;-)


  3. 3 · reizzwecke am 1. April 2007, 15:01 Uhr

    In irgendeinem Interview meinte mal jemand, dass das Rauchen in der Öffentlichkeit langfristig so unüblich wird, dass sich das “Problem” von selbst löst.

    Das wäre schön. Ich persönlich (emp-)finde das öffentliche Rauchen als dermaßen hässlich…
    Bei Männer mags noch gehen, bei Frauen, besonders jungen Frauen und Mädchen kann ichs nicht verstehen. Die meisten merken nicht einmal, wie unattraktiv sie die Lulle in der Gusche macht.
    Und am Schlimmsten ists, wenn frau dazu noch ‘nen Kinderwagen schiebt. Aber auch das lässt sich noch potenzieren, wenn sie dann auch noch in der “freien” Hand ein Handy hält und laut telefoniert. Wenn ich sowas sehe, platzt mir irgendwas.

    Zum toleranten Nichtraucher: Würde ich von mir auch behaupten. Allerdings nur, solange eine gewisse Rauchkultur eingehalten wird. Ich habe nichts gegen Pfeife rauchen, auch edle Zigaretten / Zigarren in der richtigen Atmosphäre, haben was für sich. Hat auch was mit der Stimmung und sogar einen gewissen Sex-Appeal zu tun.
    Aber das blöde “ständige überall herumqualmen müssen” geht mir gehörig gegen den Strich.
    An der Stelle könnte ich dann sogar zum militanten Nichtraucher werden ;o)


  4. 4 · Zapp am 1. April 2007, 16:28 Uhr

    Tja, Schönheit liegt halt im Auge des Betrachters ;-)


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